Gastblogpost von Björn Sänger, VDVO-Vorsitzender, zum Start der Roadshow

2018 hat der Hotelverband Deutschland (IHA) die MICE Task Force ins Leben gerufen. Der Gedanke dahinter: Die Tagungshotellerie soll nicht ein zweites Mal erleben, was sie mit den Buchungsportalen im Übernachtungsgeschäft erlebt hat. Damals kam die Erkenntnis zu spät. Von Beginn an hat die IHA den VDVO gebeten, die Sicht der Einkäufer und Planer einzubringen. Denn wohin sich der Vertrieb im Veranstaltungsgeschäft entwickelt, entscheidet am Ende auch die Nachfrageseite.

In diesem Jahr hat der VDVO erstmals systematisch erhoben, wie Veranstaltungsplaner in Deutschland tatsächlich einkaufen. Parallel laufen derzeit vertiefende Interviews mit Einkäufern und Planern. Was ich hier beschreibe, ist deshalb ein Zwischenstand. Die Tendenz ist aber eindeutig...

Blogpost von Tobias Warnecke zu den DMA-Zusagen von Booking.com

Wer in diesen Tagen die Partner-Mails von Booking.com öffnet, reibt sich verwundert die Augen. „Important updates on pricing freedom, ranking and our programmes" lautet der Betreff, und was dann folgt, klingt über weite Strecken wie eine Zusammenfassung dessen, was der Hotelverband Deutschland (IHA) und seine europäischen Partnerverbände dem Portal seit Jahren ins Stammbuch schreiben. Flankiert wird das Ganze von einem Factsheet der Europäischen Kommission und einem eigenen Blogbeitrag des Portals unter der schönen Überschrift „Building trust through transparency". Ein Fortschritt auf Bewährung...

Blogpost* von Markus Luthe zum digitalen Euro

Begleicht ein Hotelgast beim Check-out seine Zimmerrechnung über bspw. 150 Euro mit einer der handelsüblichen Kreditkarten, muss das Hotel hiervon rund 3 Euro (2 Prozent) an den Zahlungsdienstleister abtreten. Mitunter auch noch deutlich mehr, je nachdem welche Karte der Kunde gerade zückt. Kein Wunder also, dass sich eine margenschwache Branche nach einer alternativen, kostengünstigeren Zahlungsmethode sehnt. Der digitale Euro hätte also das Potenzial zum Hoffnungsträger. Doch sein Glanz verblasst umgehend, wenn beim Kostenmodell einfach nur ein einfallsloses Copy & Paste des Bisherigen erfolgt!

Blogpost von Markus Luthe zum "Hotelverzeichnis des Bundes"

Einmal im Jahr, wenn die Blätter fallen, leitet das Bundesverwaltungsamt (BVA) den Ratenfindungsprozess für das „Hotelverzeichnis des Bundes“ ein. Das ist die zentral verhandelte Hotelliste für Dienstreisen der Bundesverwaltung, letztlich ist sie aber für alle Beamten und Angestellten der öffentlichen Hand relevant. Die amtliche Bezeichnung innerhalb des Travel Management Systems des Bundes lautet „TMS-Hotelliste Inland/Ausland“.

Mir geht es um den Nachhaltigkeitsaspekt von Amts wegen: Die Bundesregierung Merkel IV hatte am 25. August 2021 beschlossen, die Nachhaltigkeit bei erforderlichen Übernachtungen im Rahmen von Dienstreisen zu erhöhen. Das Hotelverzeichnis des Bundes sollte hierzu sukzessive bis Ende 2023 auf zertifizierte nachhaltige Hotels umgestellt werden. Als Anreiz wurde ausgelobt: „Sofern kein Hotel des Verzeichnisses gewählt werden kann, können bis zu 20 % höhere Kosten für ein zertifiziertes nachhaltiges Hotel anerkannt werden.“ Die entsprechenden Kriterien sollten mit dem Umweltbundesamt (UBA) abgestimmt werden.

Blogpost von Tobias Warnecke zu agentischen Buchungsfunktionen

Während in Brüssel noch um die Regulierung der klassischen Google-Suche gerungen wird, entwickelt die Suchmaschine sein Geschäftsmodell bereits in Richtung KI-basierter, agentischer Systeme weiter. Google entwickelt seine Suche zunehmend vom Informations- zum Transaktionskanal. In den USA können einige Nutzer Hotelzimmer inzwischen direkt innerhalb des KI-Modus suchen, auswählen und per Google Pay buchen. Für die Hotellerie zeichnet sich damit eine neue Phase der digitalen Distribution ab.

Blogpost von Markus Luthe zum Digital Omnibus

Die (Verkehrs-)Zeichen stehen günstig: Die Platform-to-Business Regulierung (P2B) scheint nicht mehr unter die Räder des Digital Omnibus zu geraten!

Nach meiner Blogpost-Unfallwarnung „Aus P2B mach AGB“ vom 19. Februar 2026 haben unsere Verkehrsleitsysteme den mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durchs Brüsseler Regierungsviertel rasenden Digital Omnibus wohl noch gerade so unfallfrei in der Spur halten können.

Gastblogpost von Felix Kraemer & Chris Peppers zum Datenmanagement in der Hotellerie

„Wir haben heute mehr Systeme im Hotel als je zuvor, aber oft trotzdem keine gemeinsame Sicht auf unsere Daten.“

Dieser Gedanke beschreibt ziemlich treffend, wo viele Häuser aktuell stehen. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie konsequent die Branche in Technologie investiert hat. Kaum ein Hotel kommt heute ohne PMS, RMS, CRM, POS, Channel Manager oder spezialisierte Marketing Tools aus. Die Systemlandschaft ist moderner denn je und viele Häuser haben sich technologisch ein Setup aufgebaut, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Und trotzdem bleibt oft ein unterschwelliges Gefühl zurück, dass etwas nicht ganz rund läuft. Denn während die Systeme auf dem neuesten Stand sind, wirkt der Umgang mit Daten häufig erstaunlich fragmentiert. Man arbeitet mit modernen Tools, aber Entscheidungen basieren nicht selten auf unterschiedlichen Datenständen, eigenen Excel-Logiken oder individuellen Interpretationen von Kennzahlen.

01.04.2026

April, April

Blogpost von Markus Luthe zu allfälligen touristischen Aprilscherzen

Ich war zugegebenermaßen skeptisch, ob der klassische Aprilscherz nach den Corona-Ausfalljahren noch einmal eine Renaissance erfahren wird. Aber jetzt bin ich mir sicher: Künstliche Intelligenz wird ihm zu neuen Höhenflügen verhelfen! Natürlich glaube ich nicht, dass KI etwa Humor beherrschen und geniale Scherze herbeiprompten könnte. Aus der gegenteiligen Beobachtung ziehe ich meinen Optimismus für die Zukunft des gepflegten Aprilscherzes: KI kann feinsinnigen Humor eben nicht erkennen, aber die Leichtgläubigkeit der Menschen und Redaktionen in KI-unterstützte Recherchen wächst und wächst. Und so nimmt auch die Wahrscheinlichkeit zu, dass Menschen auf Aprilscherze hereinfallen werden.

Lesen Sie hier mein absolut subjektives Top Ten-Ranking der besten touristischen Aprilscherze 2026.

Blogpost von Markus Luthe zu Booking.com

Der Wikingerhof schreibt Geschichte. Rechtsgeschichte. Und das erneut. Worum geht es in diesem jetzt schon sage und schreibe 11 Jahre andauernden Rechtsstreit, den unser Mitglied aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung des Themas gegen das marktbeherrschende Hotelbuchungsportal führen muss? Im Sommer 2015 verpasste Booking.com dem Hotel ohne Rücksprache geschweige denn Zustimmung ein ebenso marktschreierisches wie wahrheitswidriges Label „Heute X% Rabatt“. In der Folge erhielt das Hotel aufgrund der irregeführten Erwartungshaltung der Gäste umgehend negative Bewertungen. Booking.com wies jegliche Verantwortung für das eigene Handeln ab. Dem Wikingerhof blieb nur, das hinzunehmen oder – mit unserer Unterstützung – den Klageweg zu beschreiten. Glücklicherweise gab das Hotel nicht klein bei!

Blogpost von Markus Luthe zur P2B-Verordnung und Booking.com

Für die Platform-to-Business Regulierung (P2B) haben wir in Brüssel viele Jahre gekämpft. Am 20. Juni 2019 wurde die „Verordnung zur Förderung von Fairness und Transparenz für gewerbliche Nutzer von Online-Vermittlungsdiensten“ im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Doch dann kam Corona und der Fokus der Branche richtete sich auf andere Themen. Jetzt droht die P2B-Verordnung zu Unrecht ganz unter die Räder zu geraten.

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