April, April

Markus Luthe / 01.04 2016

icon min Lesezeit

icon 0 Kommentare

Zurück

Blogpost von Markus Luthe zu touristischen Aprilscherzen

© Dorint Hotel An der Kongresshalle Augsburg
© Dorint Hotel An der Kongresshalle Augsburg

Einer „Tradition“ der Jahre 2014 und 2015 folgend, gehören die besten Aprilscherze mit Branchenbezug in diesem Blog einfach noch einmal mit einem Ranking gebührend gewürdigt. Dies ist also meine ganz persönliche und total subjektive Top Ten dieses Jahres in umgekehrter Reihenfolge:

Platz 10:
Urlauberbewertungen (HolidayCheck)

Das Reisebewertungsportal bietet Hoteliers künftig die Möglichkeit, ihrerseits Urlauber anhand des bekannten 6-Sonnen-Systems zu bewerten. Da die Idee „nicht ganz neu“ ist, reicht es nur knapp für einen Schattenplatz an der Bewertungssonne...

Platz 9:
E-Flugzeuge (Wow Air)

Die isländische Billig-Fluglinie setzt ab 2021 auf emissionsfreie Flüge mit einem elektrisch betriebenen Passagierflugzeug und verspricht dadurch günstigere und deutlich schnellere Flüge.

Platz 8:
High Sustainability Ready To Eat Eco Convenience Packaging Systems (Lieferheld)

Der Lieferservice nimmt in extremsten Denglisch gleich mehrere Trends und sich selbst auf den Arm. Man rechne damit, dass sich die Produktionskosten spätestens zum 2. Quartal 2037 amortisieren...

Platz 7:
Tele-Order (Deliveroo)

Der Lieferservice arbeitet mit Top-Neurologen zusammen, um ein neues Level des händefreien Bestellens zu erreichen. Telepathische Bestellungen beugen Lieferfehlern durch zu kleine Handybildschirme oder lästige Ernährungsempfehlungen vor.

Platz 6:
Kinderklasse (Virgin Australia)

Die australische Airline führt eine eigene Passagierklasse nur für Kinder ein. Im Spielplatz über den Wolken darf nach Herzenslust herumgetollt und das Lieblingsessen in der Bordküche geordert werden.

Platz 5:
Single Fries (Burger King)

Weil der Whopper so reichhaltig belegt ist, haben die Kunden gar keinen Appetit mehr auf Pommes frites. Also liegt den Menüs jetzt nur noch eine einzeln in Bonbon-Form verpackte Pommes bei.

Platz 4:
Employer „Branding“ (progros)

Alle Mitarbeiter der Einkaufsgesellschaft haben nun ein Tattoo des Firmenlogos zu tragen. Ob an Oberarm oder Wade, links oder rechts bleibt jedem Mitarbeiter selbst überlassen.

Platz 3:
Selbstfahrende Fahrräder (Google)

In der niederländischen Metropole Amsterdam führt Google als Pilotprojekt selbstfahrende und nicht-umfallende Fahrräder ein.

Platz 2:
Roboter-Steward (WestJet)

Die kanadische Billigfluggesellschaft revolutioniert den Bordservice und ersetzt sperrige Trolleys für die Essensausgabe durch Roboter Ralf.

Platz 1:
Quick-Check-out-Rutsche (Dorint Augsburg)

Das Dorint Hotel An der Kongresshalle Augsburg führt eine Quick-Check-out-Rutsche ein: Aus 100 m Höhe mit viel Schwung in den neuen Tag durchstarten!

Habe ich etwas übersehen? Dann bitte ich um entsprechende Hinweise über die Kommentarfunktion!

[Und Nein, auch wenn es sich durchaus locker qualifiziert hätte: Das heute in Kraft tretende Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG) kann hier nicht aufgenommen werden, ihm fehlt jede Unterhaltungsintention!]


0 Kommentare
Geschrieben von
Markus Luthe
Dipl.-Volkswirt / Hauptgeschäftsführer
Hotelverband Deutschland (IHA)

luthe@hotellerie.de
Sei der erste der kommentiert

Kommentar hinzufügen

×
Name ist erforderlich!
Geben Sie einen gültigen Namen ein
Gültige E-Mail ist erforderlich!
Gib eine gültige E-Mail Adresse ein
Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Weitere
14.09.2026 von Markus Luthe
Wir machen das mit den Fähnchen?

Begleicht ein Hotelgast beim Check-out seine Zimmerrechnung über bspw. 150 Euro mit einer der handelsüblichen Kreditkarten, muss das Hotel hiervon rund 3 Euro (2 Prozent) an den Zahlungsdienstleister abtreten. Mitunter auch noch deutlich mehr, je nachdem welche Karte der Kunde gerade zückt. Kein Wunder also, dass sich eine margenschwache Branche nach einer alternativen, kostengünstigeren Zahlungsmethode sehnt. Der digitale Euro hätte also das Potenzial zum Hoffnungsträger. Doch sein Glanz verblasst umgehend, wenn beim Kostenmodell einfach nur ein einfallsloses Copy & Paste des Bisherigen erfolgt!

10.09.2026 von Markus Luthe
Nachhaltig amtlich

Einmal im Jahr, wenn die Blätter fallen, leitet das Bundesverwaltungsamt (BVA) den Ratenfindungsprozess für das „Hotelverzeichnis des Bundes“ ein. Das ist die zentral verhandelte Hotelliste für Dienstreisen der Bundesverwaltung, letztlich ist sie aber für alle Beamten und Angestellten der öffentlichen Hand relevant. Die amtliche Bezeichnung innerhalb des Travel Management Systems des Bundes lautet „TMS-Hotelliste Inland/Ausland“.

Mir geht es um den Nachhaltigkeitsaspekt von Amts wegen: Die Bundesregierung Merkel IV hatte am 25. August 2021 beschlossen, die Nachhaltigkeit bei erforderlichen Übernachtungen im Rahmen von Dienstreisen zu erhöhen. Das Hotelverzeichnis des Bundes sollte hierzu sukzessive bis Ende 2023 auf zertifizierte nachhaltige Hotels umgestellt werden. Als Anreiz wurde ausgelobt: „Sofern kein Hotel des Verzeichnisses gewählt werden kann, können bis zu 20 % höhere Kosten für ein zertifiziertes nachhaltiges Hotel anerkannt werden.“ Die entsprechenden Kriterien sollten mit dem Umweltbundesamt (UBA) abgestimmt werden.

20.07.2026 von Markus Luthe
Frontalunfall abgewendet

Die (Verkehrs-)Zeichen stehen günstig: Die Platform-to-Business Regulierung (P2B) scheint nicht mehr unter die Räder des Digital Omnibus zu geraten!

Nach meiner Blogpost-Unfallwarnung „Aus P2B mach AGB“ vom 19. Februar 2026 haben unsere Verkehrsleitsysteme den mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durchs Brüsseler Regierungsviertel rasenden Digital Omnibus wohl noch gerade so unfallfrei in der Spur halten können.