Hospitality 2.0 - Fasten your seatbelts!

Hotelführer

Gast Author / 15.06 2008

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Gastblog von Karin Schmollgruber zu Web 2.0 in der Hotellerie vom 16. Juni 2008

Als Referentin beim Jahreskongress des Hotelverbandes Deutschland (IHA) in Dresden habe ich mich mit vielen Hoteliers über „Hospitality 2.0“ unterhalten. Ich war begeistert, welch schillernde und eloquente Persönlichkeiten darunter waren. Natürlich wollte ich herausfinden, wieso Hotelmanager das Internet noch recht stiefmütterlich behandeln, wenngleich sie doch anhand der Online-Buchungen sehen würden, welchen Stellenwert das Web einnimmt.

Ich hörte verschiedene Erklärungen. Ein Hotelier hatte vor Jahrzehnten sein gesamtes Marketingbudget in BTX-Anzeigen gesteckt. BTX galt damals als Medium der Zukunft. Das Resultat: zwei Buchungen. Seitdem ist er gegenüber neuen Medien reserviert eingestellt. Ein anderer Hotelier erklärte es mit den enormen Anforderungen an Hotelmanager. Diese seien sieben Tage die Woche, 24 Stunden von „Klopapier bis Internet“ für alles verantwortlich. Da ist es wohl verständlich, dass die Energie für das Erschließen des Web-Potenzials zu kurz kommt.

Die Botschaft meines Vortrages war:

  1. Hotels sollten die Web 2.0-Tools nutzen, um ihren potenziellen Gästen die Entscheidungsfindung im Netz zu erleichtern.

  2. Um seine virtuelle Unabhängigkeit im Netz zu behalten, ist eine attraktive, contentlastige Website für Hotels gerade im Zeitalter von Bewertungsplattformen und Buchungs-Websites von riesiger Bedeutung. Sonst wird Google das Hotel nie wieder finden.

  3. Durch den regelmäßigen Einbau von Infos über ihre Destination verbessern sie darüber hinaus ihr Google-Ranking.

  4. Wieso Hotels dies nicht einfach den Tourismusverbänden überlassen sollten? Weil diese im Internet schwerfällig agieren und personell unterbesetzt sind. Und weil Verbände „tourismuspolitischen“ Beschränkungen unterliegen.

  5. Hotels sollten tunlichst Anreize schaffen, damit Gäste auf der eigenen Website buchen.

Leider konnte ich nur bis zur Mittagspause bleiben. Zum Glück habe ich dennoch Axel Jockwer von (den ich letztes Jahr interviewte), Malte Siewert von Trivago und Arnd Benninghoff von Holtzbrink eLab persönlich kennen gelernt.

 


Ihre

Karin Schmollgruber

Inhaberin

Passion PR, Wien


Finden Sie hier einen weiteren Blog-Eintrag von Frau Schmollgruber rund um den IHA-Jahreskongress:

"Hotel 2.0 - Mitarbeiterzufriedenheit im Zeitalter veränderter Märkte" 

Ölkrise, Rezession, Globalisierung, Web 2.0, Mitarbeiterfluktuation, etc. All diese Herausforderungen wirken sich auf die Tourismusbranche aus. Am stärksten bekommen das wohl Hoteliers zu spüren. Was kann die Antwort sein?

Als Referentin beim Jahreskongress des Hotelverbandes Deutschland (IHA) in Dresden und beim Brainstorming der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) zur Vorbereitung ihres nächsten Kongresses habe ich mich letzte Woche mit vielen Hoteliers unterhalten. Ich denke, veränderte Märkte rufen nach radikalen Antworten in Form von innovativen Ansätzen. Es gilt, alte Regeln auf ihre Sinnhaftigkeit zu untersuchen. Wenn sie keinen Nutzen mehr bringen, sollten sie durch neue Regeln ersetzt werden. Natürlich kann es sein, dass im Vorfeld mehrere Anläufe notwendig sind. ..."

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag auf Fastenyourseatbelts.at.


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