Putin's Krieg

Hotelführer

Otto Lindner und Markus Luthe / 02.03 2022

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Blogpost von Otto Lindner und Markus Luthe zum russischen Angriff auf die Ukraine

Der zerstörte Freiheitsplatz in Kharkiw; © State Emergency Service of Ukraine

Vor nur einer Woche war es noch unvorstellbar, dass ein Land in Europa einem anderen das Existenzrecht abspricht und einen Angriffskrieg vom Zaun bricht. Heute ist es brutale Realität. Wir alle schauen entsetzt auf die Geschehnisse von Lwiw bis Kharkiw, von Kyjiw bis Odesa.

Während wir diese Zeilen schreiben, werden ukrainische Städte ohne Rücksicht auf zivile Verluste völkerrechtswidrig mit Bombenteppichen eingedeckt, suchen Frauen und Kinder Schutz in Bunkern und stemmen sich die Männer und Frauen der ukrainische Streitkräfte mit ihren mutigen Unterstützern einer an Waffen weit überlegenen russischen Soldateska heldenhaft entgegen. Es zerreißt uns die Herzen.

Unsere ganze Solidarität und unser Mitgefühl gilt den Ukrainerinnen und Ukrainern und allen unschuldig vom Krieg betroffenen Opfern!

Putin’s Krieg wird anders als er sich das ausgerechnet haben mag, trotz aller Lügen und Propaganda weder die Europäische Union noch die NATO spalten. Im Gegenteil: Selten zuvor standen die westlichen Demokratien enger zusammen und besannen sich auf ihr Wertefundament.

Die „Zeitenwende“ hat auch und gerade für die deutsche Politik eine Anpassung ihrer Beschlusslagen und Tabus an die Realität in Rekordzeit erfordert. Wir finden, dass die neue Bundesregierung dieser Herausforderung bemerkenswert gerecht geworden ist und auch die größte Oppositionsfraktion die richtige Tonalität getroffen hat.

Wie können wir nun am besten unseren ukrainischen Freundinnen und Freunden in ihrer dramatischen Situation helfen? Wir haben diese Frage Iryna Sidletska von unserem ukrainischen Partnerverband und HOTREC-Mitglied UHRA stellen können, zu der wir auch in den vergangenen Tagen Kontakt halten konnten. Sie hat uns im Namen der Ukrainian Hotel & Resort Association diese Bitte um Unterstützung gesendet, die wir gerne im Wortlaut​​​​​​​ wiedergeben. Slava Ukraini!

Eines ist auf jeden Fall sicher: Die Flüchtlingswelle gen Westen, die Putin’s Krieg unvermeidlich auslöst, wird auf eine mindestens ebenso große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität treffen. In der Branche der Gastlichkeit ohnehin! Da braucht niemand Appelle an die Hotellerie zu richten.

Unsere Unternehmen und Teams werden konkret vor Ort in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und bewährten Organisationen nach besten Kräften helfen. Andere werden über Spenden einen Beitrag leisten und wiederum andere Zimmerkapazitäten etablierten oder sich neu gründenden Hilfsinitiativen zur Verfügung stellen. Auf unserer Homepage haben wir eine Liste von Initiativen und Organisationen als virtuelle Anlaufstelle "Hotellerie hilft" eingestellt und werden sie so gut es geht aktualisiert halten.

Dieser Angriffskrieg auf die Ukraine und unser aller Werte muss sofort enden!

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Putin's war 

Just a week ago it was unimaginable that one country in Europe would deny another the right to exist and launch a war of aggression. Today it is a brutal reality. We all look in horror at what is happening from Lviv to Kharkiv, from Kyiv to Odesa.

As we write these lines, Ukrainian cities are being bombarded with carpets of bombs in violation of international law, women and children are seeking shelter in bunkers, and the men and women of the Ukrainian armed forces and their courageous supporters are heroically standing up to a Russian soldiery far superior in weapons. It tears our hearts apart.

All our solidarity and sympathy goes to the Ukrainians and all the innocent victims affected by the war!

Putin's war will, contrary to what he may have thought, despite all the lies and propaganda, not divide either the European Union or NATO. On the contrary: Rarely before have the Western democracies stood closer together and recollected their foundation of values.

The "turn of the times" has required German politics in particular to adapt its resolutions and taboos to reality in record time. We think that the new federal government has met this challenge remarkably well and that the largest opposition fraction has struck the right tone, too.

How can we now best help our Ukrainian friends in their dramatic situation? We were able to put this question to Iryna Sidletska from our Ukrainian partner association and HOTREC member UHRA, with whom we have also been able to maintain contact in recent days. She sent us this request for support on behalf of the Ukrainian Hotel & Resort Association, which we are happy to reproduce in its wording. Slava Ukraini!

One thing is certain in any case: the wave of refugees towards the West, which Putin's war will inevitably trigger, will be met by a wave of helpfulness and solidarity that is at least as great. In the hospitality industry anyway! No one needs to make appeals to the hotel industry.

Our companies and teams will help to the best of their ability on the ground in coordination with the responsible authorities and established organisations. Others will make a contribution through donations and in turn make other room capacities available to established or newly founded relief initiatives. We have posted a list of initiatives and organisations on our homepage as a virtual contact point "Hotel Industry Helps"​​​​​​​ and will keep it updated as best we can.

This war of aggression on Ukraine and all our values must end immediately!


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Geschrieben von
Otto Lindner und Markus Luthe
Vorsitzender/HGF
Hotelverband Deutschland (IHA)

office@hotellerie.de
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