Nachruf: Manfred Gangnus verstorben

21.07.2023
Foto: IHA

Mit großer Betroffenheit haben Vorstand und Geschäftsführung des Hotelverbandes Deutschland (IHA) die Nachricht vom Tode des ehemaligen Schatzmeisters Manfred Gangnus (73) vernommen. Manfred Gangnus ist am Montagmorgen in seiner Wahlheimat Bad Neuenahr durch Herzversagen aus dem Leben gerissen worden. „Wir verlieren in Manfred Gangnus einen langjährigen Wegbegleiter und Freund. Mit seinem fundierten Fachwissen und bewundernswertem Einsatz hat er sich große Verdienste um die Hotellerie erworben. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Ansehen bewahren“, erklärt IHA-Vorsitzender Otto Lindner.

Manfred Gangnus wurde im Jahr 2000 erstmals in den Beirat des Hotelverbandes Deutschland (IHA) gewählt. Im Jahr 2006 rückte er in den Vorstand auf und übernahm von seinem Vorgänger Helmuth Mahnkopf das besonders verantwortungsvolle Amt des Schatzmeisters. Die finanziellen Geschicke des Fachverbands der Hotellerie in Deutschland prägte Manfred Gangnus 14 Jahre lang bis zu seinem Rückzug aus dem Vorstand im Jahr 2020. Von 2016 bis 2020 gehörte Manfred Gangnus zudem dem Präsidium des DEHOGA Bundesverbandes an.

Nach Studium des Maschinenbaus, der Industriewerbung und der Betriebspsychologie an der Fachhochschule Hamburg entdeckte Manfred Gangnus sein Herz für die Hotellerie bei einem Praktikum im Holiday Inn Hannover, wo er dann auch seine Ausbildung zum Hotelfachmann absolvierte. Nach Stationen in den Holiday Inns in Wolfsburg und München wechselte Gangnus für zwei Jahre in das Maritim Hotel Travemünde. Nach weiteren Stationen im Ramada Düsseldorf und im Crest Hotel Köln holte ihn 1983 Herbert Rütten, ehemaliger IHA-Vorsitzender, Kurdirektor und Vorstand der Kur-AG, als Direktor des SETA Hotels nach Bad Neuenahr. 1997 übernahmen Ellen und Manfred Gangnus das Haus als Eigentümer und bauten den einst schlichten Klinikbau zu einem modernen 4 Sterne Superior Tagungshotel mit persönlicher Handschrift als ihr Lebenswerk aus. Bei der Hochwasserkatastrophe vor zwei Jahren wurde das idyllisch direkt an der Ahr gelegene SETA Hotel komplett zerstört.

------------------------------------------------

Über den Hotelverband Deutschland (IHA)

Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist der Branchenverband der Hotellerie in Deutschland. Er zählt rund 1.650 Häuser aus allen Kategorien der Individual-, Ketten- und Kooperationshotellerie zu seinen Mitgliedern. Die IHA vertritt die Interessen der Hotellerie in Deutschland und Europa gegenüber Politik und Öffentlichkeit und bietet zahlreiche hotelleriespezifische Dienstleistungen an. Das Kürzel „IHA“ steht für die ehemalige deutsche Sektion der International Hotel Association.

Weitere
03.02.2026
IHA und GIATA Group starten Sichtbarkeitsinitiative für Mitgliedshotels

Der Hotelverband Deutschland (IHA) und der Travel-Tech-Spezialist GIATA Group starten eine gemeinsame Initiative zur Stärkung der digitalen Sichtbarkeit von IHA-Mitgliedshotels. Im Zentrum der Aktion steht eine kostenfreie Analyse der digitalen Präsenz einzelner Hotels. IHA-Mitgliedsbetriebe können unverbindlich prüfen lassen, auf welchen Vertriebskanälen ihr Hotel weltweit gelistet ist, wie konsistent die dort hinterlegten Texte und Bilder sind und wo konkretes Optimierungspotenzial besteht. Ziel ist es, eine transparente Standortbestimmung der eigenen Sichtbarkeit zu ermöglichen und Optimierungspotential aufzuzeigen.

30.01.2026
Sammelklage gegen Booking - Klageerhebung vor dem Bezirksgericht Amsterdam

HOTREC bestätigt, dass die Sammelklage auf Entschädigung für europäische Hotels, die durch die rechtswidrigen Bestpreisklauseln von Booking.com geschädigt wurden, offiziell vor dem Bezirksgericht Amsterdam eingereicht wurde.

28.01.2026
Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßt klaren Kurs der Nationalen Tourismusstrategie

Der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßt die heute vorgestellte Nationale Tourismusstrategie als wichtigen Schritt, um den Tourismusstandort Deutschland langfristig wettbewerbsfähig zu halten. Aus Sicht der Hotellerie setzt die Strategie an den richtigen Hebeln an: Bürokratieabbau, bessere Erreichbarkeit, Digitalisierung/KI, Fachkräftesicherung und Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts.