HOTREC und UEAPME rufen die Europäischer Kommission auf, Google zu Fairness in der Online-Suche anzuhalten

12.06.2014 | Gemeinsame Pressemitteilung von HOTREC und UEAPME

Brüssel, 12.  Juni 2014 – HOTREC, der europäische Dachverband der Hotels, Restaurants und Cafés, und UEAPME, der europäische Arbeitgeberverband des Handwerks sowie der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU), rufen die Europäische Kommission gemeinsam auf, das anhängige Wettbewerbsverfahren gegen Google nicht zu schließen, da die bisher angebotenen Selbstverpflichtungen keine ausreichende Gewähr für faire Online-Praktiken zum Nutzen der Unternehmen und Verbraucher bieten.

Da heute bereits mehr als ein Drittel der Buchungen in europäischen Hotels in Echtzeit über digitale Kanäle erfolgt, ist eine angemessene Online-Sichtbarkeit insbesondere für kleinere Hotels, aber auch für Restaurants und andere KMU von überragender Bedeutung. Deshalb fordern HOTREC und UEAPME von der Europäischen Kommission sicherzustellen, dass organische Sucherergebnisse eine faire Chance auf ein TOP-Listing bei Google haben und nicht von bezahlten Such-Resultaten (von Buchungsportalen, Meta-Suchmaschinen oder Googles eigenen Produkten) verdrängt werden.

Nach Auffassung beider Verbände muss eine deutliche Unterscheidung zwischen bezahlten und natürlichen Suchergebnissen sichergestellt sein. “Die organische Suchergebnisliste von Google ist eine der wichtigsten Stellen überhaupt, wo KMU - wie individuelle, kleine Hotels und Restaurants – eine faire Chance haben müssen, sichtbar zu sein und einen direkten Link zu ihren Dienstleistungen anzubieten,” – betonte UEAPME Generalsekretär, Peter Faross.

Auch die Verwendung geschützter Markennamen in Google AdWords, Seitentiteln oder Metatags führt zu einer Umleitung der Nachfrage von den eigenen Unternehmensseiten (z.B. den Hotelwebsites) hin zu Intermediären zum Schaden der UNternehmen (Hotels) bei Sichtbarkeit und potentiellen Buchungen, aber auch zum Nachteil des Verbrauchers. “Brand Bidding ist eine eindeutige Verbrauchertäuschung, da der Nutzer statt direkt beim gesuchten Anbieter lediglich auf die Website eines Buchungsmittlers geführt wird – zudem oftmals, ohne dies zu erkennen. Solche Praktiken gehören schlichtweg verboten,” – erklärte HOTREC Präsident, Kent Nyström.

Über HOTREC:

HOTREC repräsentiert Hotels, Restaurants und Cafés in Europa. Die Branche steht für 1,8 Mio. Betriebe, von denen rund 99 % Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten sind. Das Gastgewerbe bietet allein in der Europäischen Union 10,2 Mio. Arbeitsplätze. Zusammen mit den anderen touristischen Dienstleistern ist der Tourismus einer der größten Wirtschaftszweige in Europa. HOTREC vereint 42 nationale Hotel- und Gaststättenverbände aus 27 Ländern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.hotrec.eu oder folgen Sie HOTREC auf Twitter: @HOTREC_Europe

Pressekontakt: Daniel Makay, +32(0)2 513 63 23, hotrec@hotrec.eu    

Über UEAPME:

UEAPME ist die Arbeitgeberorganisation, die die Interessen des europäischen Handwerks und der KMU auf EU-Ebene und in den Beitrittsländern vertritt. UEAPME umfasst rund 80 Mitgliedsorganisationen und vertritt über 12 Millionen Unternehmen mit fast 55 Millionen Beschäftigten. UEAPME ist ein anerkannter europäischer Sozialpartner. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.ueapme.com oder folgen Sie UEAPME auf Twitter: @UEAPME 

Pressekontakt: Jenny Manin, +32(0)496 520 329, pressoffice@ueapme.com

HOTREC und UEAPME rufen die Europäischer Kommission auf, Google zu Fairness in der Online-Suche anzuhalten_2014-06-12


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