Hotelverband und DEHOGA legen Positionen zur Europawahl vor und rufen zur Teilnahme auf

07.05.2024 | Pressemitteilung des Hotelverbandes Deutschland (IHA)
Publikation von DEHOGA und IHA: Positionen des Gastgewerbes zur Europawahl 2024
Publikation von DEHOGA und IHA: Positionen des Gastgewerbes zur Europawahl 2024

(Berlin, 7. Mai 2024) Gut einen Monat vor der Wahl des Europäischen Parlaments am 9. Juni haben der Hotelverband Deutschland (IHA) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) den detaillierten Forderungskatalog des Gastgewerbes an die europäische Politik der Öffentlichkeit präsentiert. Der Wahlcheck mit den konkreten Fragen der Verbände wurde bereits im April bei den Parteien zur Beantwortung eingereicht. In den jetzt vorgelegten „Positionen des Gastgewerbes zur Europawahl 2024“ betonen die Verbände die hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Gastronomie und Hotellerie, zeigen die zentralen Handlungsfelder auf der europäischen Ebene auf und leiten daraus die konkreten Branchenerwartungen an die zukünftigen Europaparlamentarier ab.

Als Leistungsträger der Tourismuswirtschaft, dem drittgrößten Arbeitgeber in Europa, sieht sich die Branche in besonderer Verantwortung für die EU. „Wir sind mitentscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Stabilität und die nachhaltige Transformation Europas“, heißt es in der gemeinsamen Publikation. Angesichts der vielfältigen und immer komplexer werdenden Herausforderungen käme es laut den Verbänden mehr denn je auf eine „starke, wettbewerbsfähige und leistungsbereite EU“ an, eine EU, „die sich wieder auf ihre Kernkompetenzen besinnt und erfolgreiches politisches Handeln und Wirtschaften insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen wie die des Gastgewerbes ermöglicht.“

In 13 Punkten führen DEHOGA und IHA ihre Reformvorschläge aus und rücken damit die Themen in den Fokus, die gleich zu Beginn der nächsten Legislaturperiode zur Entscheidung in Brüssel anstehen werden. Dabei geht es den Verbänden vor allem um weniger Bürokratie, mehr Flexibilität, Investitionssicherheit, wirkungsvolle Maßnahmen zur Arbeits- und Fachkräftesicherung, einen Umwelt- und Verbraucherschutz mit Augenmaß, faire Wettbewerbsbedingungen sowie eine Digitalisierungspolitik, die die Eigeninitiative und Innovationskraft der Betriebe wertschätzt und schützt. Immer tiefere Eingriffe in die Sozialpolitik der Mitgliedsstaaten werden abgelehnt. Mit den konkreten Standpunkten des Gastgewerbes werden die Kandidatinnen und Kandidaten sowie ihre Parteien nun ihrerseits um klare Positionierung gebeten.

Die Verbände rufen ihre Mitglieder zur Teilnahme an der Europawahl auf und warnen vor politischem Extremismus, Stillstand und einer Blockade des demokratischen Gemeinwesens: „Nie war es wichtiger, unserer Stimme in Europa Gehör zu verschaffen.

Weitere
09.09.2026
Statement von Markus Luthe zum EuG-Urteil in Sachen Übernahme der Etraveli Group durch Booking

"Das Gericht der Europäischen Union hat heute die marktbeherrschende Stellung von Booking.com auf dem Hotelbuchungsportalmarkt klar bestätigt. Das bedeutet auch zusätzlichen Rückenwind für die Klage von bereits mehr als 10.000 europäischen Hotels auf Schadenersatz!"

08.09.2026
2. Staffel des IHA-Podcasts „Zukunft Hotel“ gestartet
Otto Lindner, Erik Florvaag, Marc Werner und Marco Nussbaum bei der Podcastaufnahme (im Uhrzeigersinn) © Hotelverband Deutschland (IHA).

Der Hotelverband Deutschland (IHA) startet heute die zweite Staffel seines Podcasts „Zukunft Hotel“. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Herbst 2025 geht das Gesprächsformat mit zehn weiteren Folgen in die nächste Runde. Die Hosts Otto Lindner und Marco Nussbaum aus dem IHA-Vorstand diskutieren auch in der neuen Staffel mit hochkarätigen Gästen aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsfragen der Hotellerie – gewohnt meinungsstark, praxisnah und mit klarem Branchenfokus.

31.08.2026
Datenaustausch gemäß Kurzzeitvermietung-Datenaustausch-Gesetz startet

Ab morgen müssen Plattformen wie Airbnb und Booking erstmals Daten zu den über sie angebotenen Kurzzeitunterkünften an die Bundesnetzagentur melden, rückwirkend für Juni. Künftig erfolgt die Datenübermittlung monatlich. Wo ein Registrierungsverfahren besteht, müssen Gastgeber ihre Unterkunft…