Die „Stichting Hotel Claims Alliance“ (SHCA) hat ihr Sammelklageverfahren gegen Booking.com vor dem Amtsgericht Amsterdam ausgeweitet und im Namen von weiteren 7.696 europäischen Hotels Klage eingereicht. Das Verfahren wurde am 30. Januar 2026 im Namen einer ersten Gruppe von 3.087 Hotels eingeleitet. Nach der jüngsten Erweiterung beläuft sich die Gesamtzahl der teilnehmenden Hotels nun auf 10.783.
Die teilnehmenden Hotels fordern unter anderem Schadenersatz im Zusammenhang mit der Anwendung wettbewerbswidriger Preisparitätsklauseln durch Booking.com zwischen 2004 und 2024.
SHCA plant für Herbst 2026 eine dritte und letzte Ausweitung der Klage, nach der die Gesamtzahl der teilnehmenden Hotels voraussichtlich etwa 18.000 erreichen wird. Die Teilnahme ist weiterhin kostenlos. Hotels können sich bis zum 11. September 2026 weiterhin über mybookingclaim.com registrieren.
Alexandros Vassilikos, Präsident von HOTREC, erklärte:
„Hotels in ganz Europa haben die nachteiligen Auswirkungen der wettbewerbswidrigen Praktiken von Booking.com erkannt und streben nun Rechtsbehelf an. Das Ausmaß dieser Sammelklage spiegelt die Entschlossenheit der europäischen Hoteliers wider, den fairen Wettbewerb zu verteidigen und Entschädigung für den erlittenen Schaden zu fordern.“
Die Sammelklage wird von der SHCA, einer gemeinnützigen Stiftung nach niederländischem Recht, angeführt und von HOTREC sowie mehr als 30 nationalen Verbänden der Beherbergungsbranche, darunter auch der Hotelverband Deutschland (IHA), unterstützt. Die teilnehmenden Hotels fordern von Booking.com Schadenersatz im Zusammenhang mit der Anwendung von Preisparitätsklauseln, die die Preisfreiheit der Hotels einschränkten und den Wettbewerb zu ihrem Nachteil verzerrten.
Das Verfahren wird vor dem Bezirksgericht Amsterdam (Rechtbank Amsterdam) geführt. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Booking.com sehen die Zuständigkeit der niederländischen Gerichte bei Streitigkeiten zwischen der Plattform und den Hotels vor und das Bezirksgericht Amsterdam ist durch ein bereits seit 2020 laufendes Verfahren mit der Angelegenheit vertraut.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung der SHCA.