Bing. Bong! Bang?

Hotelführer

Markus Luthe / 22.06 2011

icon min Lesezeit

icon 0 Kommentare

Zurück

 

Blog von Markus Luthe zur Preispolitik vom 23. Juni 2011


Bing Travel

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal für eine Online-Recherche eine andere Suchmaschine als Google benutzt? Stimmt, mir geht es genauso. Bei einem Marktanteil von Google in Deutschland von über 90 Prozent kann man die Mitbewerber schon mal aus den Augen verlieren.

Dennoch sollte es kein Hotelier unterlassen, Bing Travel, einem Konkurrenzprodukt von Google aus dem Hause Microsoft, einen Besuch abzustatten. Sie werden Bemerkenswertes vorfinden!

Bing Travel blendet zu den Suchergebnissen, nun z. B. auch für Hotels in Frankfurt, zusätzlich zum gefundenen Zimmerpreis einen farbigen Empfehlungs-Button ein: „Deal“ (grün), „Durchschnitt“ (gelb), „Kein Deal“ (rot).

http://www.bing.com/travel/about/howSmartHotels.do?FORM=TRHOGL
Bing Travel Deal

Dem Nutzer wird also durch die Farbwahl des Buttons unterhalb der Rate signalisiert, ob dieser Zimmerpreis für das Hotel schon hinreichend attraktiv ist oder ob er besser noch ein wenig wartet, bis die Rate erfahrungsgemäß für den gewählten Übernachtungszeitraum wieder sinkt. Damit hat also so etwas wie eine „Preishygieneampel“ für Hotels Marktreife erlangt.

Der in dieser Form (noch) einzigartige und zum Patent angemeldete Suchalgorithmus von Bing Travel namens „Rate Indicator“ stellt eine echte Herausforderung für jedes Yield Management System der Hotellerie dar, denn er analysiert das Preisverhalten des Hotels in der Vergangenheit und zieht hieraus Rückschlüsse für den Konsumenten.

Falls ein Hotel also grundsätzlich ab einer bestimmten Tageszeit die Preise senken, zu einem Zeitpunkt X nach einem durchschaubaren Muster mit

Rabatten

0 Kommentare
Geschrieben von
Markus Luthe
Dipl.-Volkswirt / Hauptgeschäftsführer
Hotelverband Deutschland (IHA)

office@hotellerie.de
Sei der erste der kommentiert

Kommentar hinzufügen

×
Name ist erforderlich!
Geben Sie einen gültigen Namen ein
Gültige E-Mail ist erforderlich!
Gib eine gültige E-Mail Adresse ein
Kommentar ist erforderlich!

* Diese Felder sind erforderlich.

Weitere
23.02 2021 von Markus Luthe
Blocking.com
American Football

Während die Hotellerie weiter händeringend auf die Auszahlung der Novemberhilfen für die Auszahlung der Februarlöhne wartet und von bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag reichenden Stufenplänen für den Re-Start schockiert wird, bauen die Hotelportale unterhalb des Branchenradars ihre dominierende Marktposition munter aus, allen voran Booking.com. ...

15.02 2021 von Markus Luthe
Schafft Wissen!
Covid-19-Test

Die Bundesregierung und die Ministerpräsident*innen legen Wert auf die Feststellung, unser Land evidenzbasiert und wissenschaftlich fundiert durch die Corona-Krise und den Lockdown zu führen. Dieses Narrativ wird gerne auch durch Einladungen namhafter Wissenschaftler zu Beginn der jeweiligen Entscheidungsgipfel gepflegt. Umso buchstäblich fragwürdiger ist das dann anschließend verkündete Öffnungsszenario, bei dem Restaurants und Hotels erst ganz, ganz hinten im noch nicht einmal ausgearbeiteten Zeitplan einsortiert werden. Auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten können sich die Entscheidungsträger*innen dabei jedenfalls nicht berufen. ...

28.11 2020 von Markus Luthe
Nullnummer

Die Printausgabe der Welt am Sonntag (WamS) wartet heute mit der Schlagzeile „10.000.000.000 Euro zu viel“ auf und wird damit bei ansonsten noch dürrer Nachrichtenlage am 1. Advent von vielen Medien unreflektiert zitiert. Gestützt auf eine bislang unveröffentlichte Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden vermeintliche Spendierhosen des Bundes kritisiert, der sich im neuerlichen Lockdown großzügiger als nötig geben würde. Vor allem Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe hätten dank der Entschädigung oft mehr, als wenn sie geöffnet hätten. ...