Zusammenkunft der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände vom 14. bis 16. Juni 2015 in Bad Ragaz und Zürich

18.06.2015 | Spitzentreffen der deutschsprachigen Hotellerie und Gastronomie in der Schweiz

GastroSuisse und hotelleriesuisse waren die Gastgeber des diesjährigen Jahrestreffens der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände vom 14. bis 16. Juni 2015 in Bad Ragaz und Zürich. Gegen 30 Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertreter der Verbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, dem Südtirol und aus der Schweiz trafen sich zum alljährlichen Austausch über die Schwerpunkte ihrer Verbandsaktivitäten.

Das traditionelle Jahrestreffen hat sich zu einer fest etablierten Plattform für den Dialog und den Austausch von Erfahrungen, Knowhow und Informationen entwickelt. Im Zentrum der Beratungen standen heuer Fragen der Lebensmittelkennzeichnung, der Lebensmittelkontrolle und der Nachhaltigkeit ebenso wie aktuelle Herausforderungen im Bereich von Tourismus und Beherbergung. Die Spitzenvertreter tauschten sich zudem zu den länderspezifischen Bestimmungen des Arbeitsrechts aus und informierten sich über den Stand des politischen Prozesses bei der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative in der Schweiz. Einen wichtigen Themenblock bildete ein länderübergreifender Vergleich der gastgewerblichen Berufsbildung.

„Sharing Economy“ im Fokus

Gerade im Tourismus machen die Herausforderungen an der Ländergrenze nicht halt. Dazu gehört das Phänomen der „sharing economy“. Unablässig entstehen neue Angebote. Anlass zu engagierten Diskussionen gaben insbesondere private Online-Anbieter wie vor allem Airbnb. Die deutschsprachigen Branchenverbände waren sich einig, dass Handlungsbedarf besteht; der Ruf nach gleich langen Spiessen im Wettbewerb ist laut. Verlangt wird insbesondere, dass alle Angebote, die professionell vermarktet werden, zu registrieren sind. Im Sinne der Gleichbehandlung wird weiter gefordert, dass bezüglich Sicherheit, Hygiene und Abgaben die gleichen Auflagen erfüllt werden müssen, wie es für herkömmliche Anbieter der Fall ist.

Augenmass bei der Allergeninformation

Seit Mitte Dezember 2014 wird in der EU das Lebensmittelkennzeichnungsrecht durch die europäische Lebensmittelinformations-Verordnung vereinheitlicht. Zu reden gab am Jahrestreffen der Branchenverbände insbesondere die Verpflichtung im Bereich der Allergeninformation. Wie den verschiedenen Länderberichten deutlich zu entnehmen war, erfolgt die Umsetzung sehr unterschiedlich und erfordert einen unverhältnismässigen administrativen Aufwand. Nach eingehender Debatte waren sich die deutschsprachigen Branchenverbände einig: sinnvoll und praktikabel ist die mündliche Information, wobei auf eine ausführliche Dokumentation zu verzichten ist. In der Absicht, praktikable  Lösungen zu finden, nutzten die Spitzenvertreter der Branchenverbände ihr Treffen, um untereinander gute Lösungsansätze und Ideen auszutauschen.

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Bei Rückfragen

GastroSuisse: Casimir Platzer, Präsident, Telefon 0044 44 377 53 53, communication@gastrosuisse.ch

hotelleriesuisse: Andreas Züllig, Präsident, Telefon 0044 31 370 41 40, media@hotelleriesuisse.ch

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