Jahrestreffen der deutschsprachigen Verbände des Gastgewerbes: Mehr Wertschätzung für Wertschöpfung

20.06.2018 | Pressemitteilung des Hotelverbandes Deutschland (IHA)
1Teilnehmer des Jahrestreffens der deutschsprachigen Verbände des Gastgewerbes in Luxemburg am 16./17. Juni 018
1Teilnehmer des Jahrestreffens der deutschsprachigen Verbände des Gastgewerbes in Luxemburg am 16./17. Juni 018

Auf Einladung des luxemburgischen Hotel- und Gastronomieverbandes HORESCA trafen sich Anfang dieser Woche die Spitzenvertreter der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände in Luxemburg zu ihrem Jahresmeeting.

Im Mittelpunkt des Jahrestreffens stand der Informationsaustausch über die aktuellen Entwicklungen in verschiedenen Bereichen des Hotel- und Gaststättengewerbes. In Zeiten des Facharbeiter- und generell des Mitarbeitermangels standen die in den jeweiligen Ländern geltenden Arbeitszeitbestimmungen im Mittelpunkt der Beratungen. Hier wird auch im Sinne der Mitarbeiter mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung gefordert.

Das Gastgewerbe als personalintensive Branche hat in den letzten Jahren viele zusätzliche Arbeitsstellen geschaffen und sieht sich nun auch angesichts des demographischen Wandels mit der Herausforderung konfrontiert, diese Stellen zu besetzen. Die deutschsprachigen Hotel- und Gaststättenverbände nehmen daher mit großer Zustimmung zur Kenntnis, dass Österreich aktuell eine neue, flexiblere Gesetzgebung zur Arbeitszeitregulierung auf den Weg gebracht hat.

Die Tagungsteilnehmer informierten sich in Luxemburg auch intensiv über die Chancen des UNESCO Programms „Immaterielles Kulturerbe“ in Bezug auf die Gastronomie, worunter gleichermassen das Zusammenkommen von Menschen und das Teilen von Traditionen verstanden wird. So gesehen darf sich jeder Gastwirt, jeder Koch, jede Bedienung und jeder Gehilfe in der Branche als „UNESCO-Botschafter der Förderung von Annäherung, Austausch und Verständnis zwischen den Menschen“ verstehen.

Die  gesellschaftliche Bedeutung der Branche ist von ganz besonderer Relevanz. Ein Dorf ohne Wirtshaus ist arm dran. Unsere Betriebe sind die öffentlichen Wohnzimmer unserer Gesellschaft- in Zeiten der Digitalisierung unverzichtbar für menschliche Begegnung.

Mit Blick auf die hohe Arbeitsintensität in der Branche, erwarten die Verbände konsequenten Bürokratieabbau und warnen zugleich vor rechtsfreien Zonen in der „Sharing“ Economy. Gleicher Rahmen für alle muss die Devise sein. Deshalb wird auch die Registrierungspflicht für Vermieter in Berlin von den anderen Verbänden begrüßt.

Zu den deutschsprachigen Hotel- und Gastronomieverbänden gehören Vertreter aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg, Schweiz und Südtirol.

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