EuGH untersagt grenzüberschreitende Interbankenentgelte von MasterCard

10.09.2014 | Pressemitteilung des Hotelverbandes Deutschland (IHA)
Hotelführer

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit seinem heutigen Urteil die Entscheidung der Europäischen Kommission vom 19. Dezember 2007 gegen MasterCard bestätigt. Die vom Kreditkartenunternehmen erhobenen multilateralen Interbankenentgelte sind wettbewerbswidrig und von der EU Kommission zu Recht untersagt worden. Dazu erklärt Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA): „Mit der Entscheidung des EuGH herrscht nun endlich höchstrichterliche Klarheit. Jahrzehntelang wurden der Branche überhöhte Gebühren der Kreditkartenorganisation in Rechnung gestellt. Dieses Urteil des EuGH und die in Aussicht gestellte grundsätzliche Regulierung der Interbankenentgelte durch den europäischen Gesetzgeber lassen hoffen, dass bald in den gesamten Kreditkartenmarkt fairere Wettbewerbsverhältnisse einziehen werden.

Zum Hintergrund:

Das Urteil des EuGH geht auf entsprechende Wettbewerbsbeschwerden von HOTREC und EUROCOMMERCE bei der Europäischen Kommission aus dem Jahr 1998 gegen VISA und MasterCard zurück. Ende 2007 kam es zur ersten Verfügung der Europäischen Kommission gegen MasterCard, die nun mit der Entscheidung des EuGH gegen das Kreditkartenunternehmen höchstrichterlich bestätigt wurde.

Der EuGH stellte mit seiner Entscheidung vom 11.09.2014 (Rechtssache C-382/12 P) nun rechtskräftig fest, dass die von Mastercard im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erhobenen multilateralen Interbankenentgelte wettbewerbswidrig gewesen sind.

Das Gericht stellte fest, dass die multilateralen Interbankenentgelte objektiv nicht erforderlich sind für das Funktionieren des Systems MasterCard. Der Gerichtshof mochte keinen Beweis für den Umstand erkennen, dass Interbankenentgelte spürbare Vorteile für Händler und Hoteliers haben. Ebenso wenig bedurfte es nach Auffassung des EuGH keiner Prüfung, ob Interbankenentgelte Vorteile für den Karteninhaber aufweisen, da die ihnen innewohnenden Nachteile zu schwer wiegen. 

PM 2014-09-12 EuGH untersagt grenzüberschreitende Interbankenentgelte von MasterCard


Weitere
09.06 2021
Digitalisierung: Hotelverband schreibt erneut Branchenaward für Start-up-Unternehmen aus
Start-up-Award

Nach pandemiebedingter Pause von einem Jahr schreibt der Hotelverband Deutschland (IHA) aufgrund der großen Resonanz der Vorjahre wieder seinen Branchenaward für Start-up-Unternehmen aus, um praxisnahe, digitale Produktentwicklungen für die Hotellerie in Deutschland zu fördern. Teilnahmeberechtigt sind Start-ups, deren hotellerienahes B2B- oder B2C-Produkt seit maximal fünf Jahren am Markt ist und sämtlichen Hotelbereichen, wie z.B. Haustechnik, Human Resources, Betriebsführung oder Vertrieb, entstammen kann. „Die Pandemie hat für die Branche einen großen Digitalisierungsschub in der Breite mit sich gebracht. Innovative und praxisgerechte Digitallösungen für den Hotelalltag sind gefragter den je. Wir wollen daher wie bewährt interessierten Jungunternehmer*innen eine unvergleichliche Bühne für Präsentation, Feedback und Fachaustausch bieten. Auch mit dem Innovation Summit 2021 im Rahmen des diesjährigen IHA-Hotelkongresses am 21. September in Berlin unterziehen wir neue Technologien einem frühzeitigen Praxischeck, ermutigen Start-ups gerade jetzt zum Eintritt in unsere spannende Branche und wollen sie bestmöglich auf ihrem weiteren Weg begleiten“, erläutert IHA-Vorsitzender Otto Lindner.

08.06 2021
Statement von Otto Lindner zur Situation am Ausbildungsmarkt

„Die Situation am Ausbildungsmarkt ist nach Corona noch alarmierender als vorher. Wir alle sind jetzt gefordert, aktiv gegenzusteuern. Unsere Zukunft steht auf dem Spiel.“

Otto Lindner
IHA-Vorsitzender

07.06 2021
82nd HOTREC General Assembly: Romanian Hotel Industry Federation (FIHR) and Ukrainian Hotel & Resort Association (UHRA) join HOTREC as new members

HOTREC is delighted to officially welcome the Romanian Hotel Industry Federation (FIHR) and the Ukrainian Hotel and Resort Association (UHRA) in its membership – now bringing together 45 associations in 34 European countries.