Verbraucherschutz

25.02 2022
Hotelführer

Rechtswidriger "Energiekostenzuschlag" auf den vereinbarten Zimmerpreis

Es wurde ein Fall an uns herangetragen, bei dem ein Gast beim Check-out unerwartet ein Zuschlag in Höhe von 7% des vereinbarten Übernachtungspreises berechnet wurde und die mit "gestiegenen Energiekosten" begründet wurde. 

Tatsächlich wurde der Gast über die Extra-Kosten, welche als "Energiekostenzulage" ausgewiesen wurden, im Vorfeld informiert. Dies allerdings weder auf der Website des Hotels, noch während der telefonischen Buchung. Angekündigt wurde der Zuschlag in Höhe von 7% einzig im Kleingedruckten am Ende der Buchungsbestätigung.

Unserer rechtlichen Würdigung nach ist dies äußerst problematisch, denn der Gast hatte keine Möglichkeit eine Preiserhöhung, aus welchem Grunde auch immer, in die Überlegungen bezüglich einer Buchung mit einzubeziehen.

Auch liegt unserer Ansicht nach ein klarer Verstoß gegen die Preisangabenverordnung vor. Dort heißt es in § 1 Abs. 1 unter anderem, dass "die Preise anzugeben sind, die einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen sind (Gesamtpreise)". Genau das ist vorliegend nicht geschehen. Eine nachträgliche Mitteilung im Kleingedruckten wird dem keinesfalls gerecht.

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