Tourismuspolitik

28.06.2021
Hotelführer

Bundeswirtschaftsministerium legt Nationalen Tourismusstrategie und Vorschläge für einen Aktionsplan vor

Das Bundeswirtschaftsministerium hat in der vergangenen Woche - gleichsam last minute - die im Koalitionsvertrag vereinbarte und lange erwartete Nationale Tourismusstrategie (44 Seiten) veröffentlicht und zugleich dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestags eine Studie „Vorschläge für einen Aktionsplan der Bundesregierung mit Handlungsempfehlungen in Umsetzung der vom Bundeskabinett beschlossenen programmatischen Eckpunkte für eine nationale Tourismusstrategie“ (246 Seiten) vorgelegt.

Dazu erklärte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß: „Die Corona-Pandemie war und ist eine ungekannte Belastung für die Reise- und Tourismuswirtschaft. Wir haben mit den Hilfsprogrammen der Bundesregierung enormes geleistet und dabei die Branche in Ihrer Vielfalt vom Soloselbständigen, kleinen Mittelständler bis zum großen Reiseveranstalter in den Blick genommen. Ich bin froh, dass wir die Branche damit gut durch die Krise gebracht haben und jetzt mit sinkenden Infektionszahlen ein Stück weit aufatmen können. Diese Gelegenheit wollen wir nutzen und mit dem Aktionsplan im Rahmen der Nationalen Tourismusstrategie den Blick nach vorne richten. Wir alle haben das Reisen schmerzlich vermisst und es gilt diese für Deutschland so wichtige Branche mit so vielen engagierten und erfolgreichen Unternehmen an dieser Stelle zu würdigen. Wir greifen im Aktionsplan, die im Kabinett beschlossenen politischen und strategischen Ziele auf und zeigen erste Maßnahmen in Verantwortung des Wirtschaftsministeriums auf. Dies ist auch eine Einladung an alle Akteure der Reise- und Tourismuswirtschaft daran anzuknüpfen.“

Im Mittelpunkt des Aktionsplans des Bundeswirtschaftsministeriums stehen die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung, die zukünftige Vermarktung des Reiselandes Deutschland, eine stärkere Abstimmung zwischen den zuständigen Akteuren in der Tourismuspolitik und die Transparenz von Förderprogrammen für die Querschnittsbranche Tourismus. Eine Maßnahme stelle beispielsweise die Stärkung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 10 Millionen Euro dar, um die Vermarktung des Reiselandes Deutschland zu sichern. Ein wichtiges Vorhaben dabei sei die Entwicklung eines touristischen Knowledge Graphen zur Bündelung und freien Bereitstellung von Daten im Open-Data-Format – so werde durch Digitalisierung die Voraussetzung für innovative Produkte im Tourismus geschaffen.

In den Aktionsplan sowie die Unterstützung der Branche in der Krise seien auch die Ergebnisse eines breit angelegten Dialogprozesses mit Akteuren der Reise- und Tourismuswirtschaft eingeflossen. Die nationale Tourismusstrategie solle in den kommenden Jahren den Akteuren im Tourismus Orientierung bieten und gleichzeitig den Wandel des Tourismusstandorts Deutschland zukunftsgerichtet begleiten.

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