"Sharing" Economy

25.03.2024

Folgen privater Kurzzeitvermietungen auf dem parlamentarischen Prüfstand

Am 20. März 2024 führte des Ausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages eine Anhörung zur Sharing Economy durch, zu der auch IHA-Geschäftsführer Tobias Warnecke als Sachverständiger eingeladen war. Neben dem Hotelverband waren Vertreter des Fraunhofer Instituts, des Mietwagenanbieters Sixt, der Plattform Airbnb, des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen sowie von Enterprise Mobility eingeladen, um über das Für und Wider von Sharing-Projekten bei Mobilität und Unterkünften zu sprechen.

Die Sachverständigen argumentierten in der von der Ausschussvorsitzenden Jana Schimke (CDU) geleiteten Anhörung über die Voraussetzungen für die Akzeptanz touristischer Sharing-Economy in der Bevölkerung und die Chancen von Sharing-Mobilitätsmodellen in ländlichen Regionen im Besonderen. Neben den Mobilitätsmodellen gab es mit den Kurzzeitvermietungen einen zweiten großen Themenblock.

Ellen Madeker (Airbnb) machte auf die Bedeutung des „Homesharing“ aufmerksam. 307 Millionen Übernachtungen pro Jahr fänden in privaten und gewerblichen Ferienunterkünften statt. Die Übernachtungen in Ferienhäusern und Ferienwohnungen hätten damit einen Marktanteil von 44 Prozent an allen touristischen Übernachtungen in Deutschland. In Zeiten von Inflation und stark gestiegenen Lebenshaltungskosten sei es für viele Menschen wichtiger denn je, sich etwas dazu zu verdienen. In Berlin hätten in einer Umfrage 40 Prozent der Befragten angegeben, gelegentlich zu vermieten, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu bewältigen und sich etwas dazu zu verdienen. Airbnb stelle ein gestiegenes Interesse an ländlichen Räumen fest und fördere dies auch. Dadurch würden Gastronomie und Einzelhandel gestärkt.

Dagegen werden für Tobias Warnecke (Hotelverband Deutschland) die negativen Folgewirkungen der enorm wachsenden privaten Kurzzeitvermietung auf die wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit von Destinationen zunehmend sichtbar. In städtischen Räumen steige dadurch die Wohnraumknappheit, erklärte Warnecke in seiner Stellungnahme. In ländlichen Gebieten würden Gemeinden in Gebieten mit vielen Kurzzeitmieteinheiten über regelmäßigen Leerstand und mangelnde Einbindung in das Gemeindeleben klagen. Traditionelle Beherbergungsbetriebe würden hingegen durch eigene Gastronomie und Freizeitangebote einen Mehrwert für die lokale Bevölkerung schaffen.

Quelle: heute im bundestag

Die eingereichten Stellungnahmen finden Sie hier.

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