Illegale Beschäftigung

18.08.2022
Hotelführer

Bundesweite Schwerpunktprüfungen des Zolls im Beherbergungsgewerbe

Deutsches Zollamt/CC-BY-SA-4.0/Wikimedia Commons

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führte zur Aufdeckung und Unterbindung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung am 3. August 2022 eine bundesweite Schwerpunktprüfung in Hotels, Pensionen und Gasthöfen durch.

Die Kontrolle umfasste dabei insbesondere die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns nach dem Mindestlohngesetz, die Einhaltung von sozialversicherungsrechtlichen Pflichten, der unrechtmäßige Bezug von Sozialleistungen, die Einhaltung der Mitführungs- und Vorlagepflichten von Ausweisdokumenten sowie der Aufenthaltsstatus bei der Beschäftigung von Ausländern. Die verdachtsunabhängigen Prüfungen erfolgten durch Personenbefragungen sowie die Prüfung der Geschäftsunterlagen (Lohn- und Finanzbuchhaltung).

Das Hauptzollamt in Dortmund kontrollierte 288 Arbeitnehmer*innen und führte 39 Prüfungen von Geschäftsunterlagen im gesamten Bezirk des Hauptzollamts Dortmund, dessen Geschäftsbereich sich über den östlichen Teil des Ruhrgebiets, das westliche Sauerland bis hin zum Siegerland erstreckt, durch.

Bei den Kontrollen ergaben sich 29 Sachverhalte, die weitere Prüfungen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit erfordern.

Im Einzelnen ergaben sich:

  • in 21 Fällen Anhaltspunkte für den Verstoß gegen die Zahlung des Mindestlohns
  • in einem Fall Anhaltspunkte für Beitragsvorenthaltung, also keine Anmeldung oder Beitragszahlung an die Sozialversicherungen
  • in einem Fall Anhaltspunkte für Ausländerbeschäftigung (ohne Arbeitserlaubnis)
  • in sechs Fällen Anhaltspunkte für den Verstoß gegen die Sofortmeldepflicht zur Sozialversicherung (spätestens bei Arbeitsaufnahme)

Neben der Aufdeckung von eventuellen Verstößen dienen die Prüfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auch der Sensibilisierung der Arbeitgeber hinsichtlich der Mindestlohnerhöhung. Für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 betrug der gesetzliche Mindestlohn 9,82 Euro pro Stunde. Seit dem 1. Juli 2022 gilt die Erhöhung auf 10,45 Euro pro Stunde. Zum 1. Oktober 2022 erhöht sich dieser erneut auf den durch den Bundestag beschlossenen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde.

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