Reduzierte Mehrwertsteuer: Hoteliers warnen vor Rücknahme der Steuersenkung

03.08 2013
Hotelführer

von Tim Kanning, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)

Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen war eine der unpopulärsten Maßnahmen der Bundesregierung. Die Branche befürchtet, dass sie nach einem Regierungswechsel wieder aufgehoben wird.

Gerald Kink muss nicht lange überlegen. In neue Heizungen, Decken, die Zimmerausstattung und die Konferenzräume habe er investiert, sagt der Inhaber des Wiesbadener Hotels Oranien - alles Ausgaben, die dem regionalen Handwerk zugute gekommen seien. Die Mitarbeiter hätten mehr Geld bekommen, und einige neue Stellen habe er auch geschaffen. Kink, der gleichzeitig Präsident des hessischen Hotel- und Gaststättenverbands ist, hat also nach eigenen Angaben genau das gemacht, was die FDP wollte, als sie vor drei Jahren durchsetzte, dass der Mehrwertsteuersatz auf Hotelübernachtungen von 19 auf sieben Prozent gesenkt wurde.

„Was ist aus den zwölf Prozent geworden?“ Diese Frage diskutierten gestern Landtagsabgeordnete mehrerer Parteien mit Hotelbetreibern wie Kink während einer Veranstaltung des Courtyard Marriott in Wiesbaden-Nordenstadt. Auch Peter Bierwirth, der das Hotel mit seiner Bierwirth & Kluth Hotel Management GmbH betreibt, sprach von Neueinstellungen sowie die Weiterbildung von Mitarbeitern. Außerdem habe der Eigentümer 8,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Gebäudes gesteckt, die er als Betreiber nun erwirtschaften müsse. Die Senkung der Mehrwertsteuer habe das alles ohne Preiserhöhungen möglich gemacht.

Reduzierte Mehrwertsteuer: Hoteliers warnen vor Rücknahme der Steuersenkung
Quelle: FAZ

Weitere
16.12 2020
Corona-Lockdown: Wo bleibt die Langzeitstrategie?

Kommentar von Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Schließen ist leicht. Aber irgendwann müssen Geschäfte, Schulen und Kultureinrichtungen wieder geöffnet werden. Wie soll das gehen?

Corona-Lockdown: Wo bleibt die Langzeitstrategie? 

14.12 2020
Insolvenzantragspflicht auch im Januar ausgesetzt

Süddeutsche Zeitung / dpa

Die große Koalition hat sich darauf verständigt, die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen im Falle einer Überschuldung auch im Januar auszusetzen. Viele Unternehmen gerieten aufgrund der Corona-Beschränkungen unverschuldet in wirtschaftliche Schieflage und benötigten…

13.12 2020
Kommentar zum Shutdown - Haltet endlich Eure Zusagen ein!

 

von Kristina Hofmann, ZDF heute

Unbestritten: Es muss etwas passieren. Doch ein Shutdown reicht nicht. Bund und Länder müssen liefern. Und über die Versäumnisse reden, wenn der Mist vorbei ist. Ein Kommentar...

Kommentar zum Shutdown - Haltet endlich eure Zusagen ein!