Nachhaltigkeit

06.04.2021
Hotelführer

300 Millionen Euro für die Ladeinfrastruktur vor Ort

© ClipDealer

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur will den Aufbau von Ladestationen mit weiteren insgesamt 300 Millionen Euro vorantreiben. Mit dem Förderprogramm soll eine Ladeinfrastruktur vor Ort an Supermärkten, Hotels, Restaurants, Schwimmbädern oder Sportplätzen aufgebaut werden.

Förderanträge können kleinere und mittlere Unternehmen ab dem 12. April bis Ende des Jahres stellen. Insbesondere Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes sowie kleine Stadtwerke und kommunale Gebietskörperschaften sind zur Antragstellung aufgerufen. Dabei werden bis zu 80 Prozent der Investitionskosten übernommen und im "Windhundverfahren" bewilligt.

Das neue Förderprogramm ergänzt das bisherige Förderkonzept für das "Gesamtsystem Ladeinfrastruktur" in Deutschland:

  • Dazu gehört das private Laden zu Hause und beim Arbeitgeber. Hier hatte das BMVI am 24. November 2020 ein Förderprogramm gestartet, dessen Volumen vor kurzem auf 400 Millionen Euro verdoppeln wurde.
     
  • Ein Förderprogramm mit 350 Millionen Euro für gewerbliches Laden bei Flottenanwendungen und für Beschäftigte ist für den Sommer geplant.
     
  • Die Neuauflage des Förderprogramms Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, mit dem das BMVI von 2017 bis 2020 die Förderung von mehr als 30.000 öffentlichen Normal- und Schnellladepunkten bewilligen konnten, steht für das Frühjahr mit einem Volumen von 500 Millionen Euro an.
     
  • Das 1.000-Standorte-Programm, für das jetzt das Schnellladegesetz im Bundeskabinett beschlossen wurde, bildet die Grundlage für ein Schnellladenetz für ganz Deutschland, flächendeckend, bedarfsgerecht und benutzerfreundlich.
     
  • Alle Aktivitäten laufen bei der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur zusammen.

Die Förderung im Detail:

  • Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.
     
  • Förderfähig sind nur KMU nach der EU-Definition und Gebietskörperschaften, welche den maximalen Fördergesamtbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen.
     
  • Gefördert wird:

    • der Kauf von Normalladeinfrastruktur (AC und DC) (3,7 kW bis 22 kW) mit bis zu 80 % der Gesamtkosten, max. 4.000 € pro Ladepunkt,
    • der Kauf von Schnellladeinfrastruktur (DC) von 22 kW bis maximal 50 kW bis zu 80 % der Gesamtkosten, max. 16.000 € pro Ladepunkt,
    • der Anschluss an Niederspannung inkl. Installations- und Aufbaukosten in Höhe von 80 % der Gesamtkosten, max. 10.000 € Förderung pro Standort,
    • der Anschluss an Mittelspannung in Höhe von 80 % der Gesamtkosten, max. 100.000 € Förderung pro Standort.
       
  • Eine Förderung der Kombination mit Pufferspeicher ist ebenfalls möglich (maximaler Förderbetrag ist analog zum dazugehörigen Netzanschluss).
     
  • Bei beschränkter Zugänglichkeit des Ladepunktes (Öffnungszeiten: mindestens 12/6) erfolgt eine Absenkung der Förderhöhe auf 50 % der Förderung.
     
  • Die geförderten Ladepunkte müssen vertragsbasiertes Laden, Roaming und Ad-hoc-Laden ermöglichen.
     
  • Verpflichtend ist Strom aus erneuerbaren Energien.
     
  • Realisiert werden muss die Ladeinfrastruktur bis zum 31. Dezember 2022.
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