Human Resources

08.09.2022
Hotelführer

Bundesministerien haben am 07. September 2022 einen Fachkräftegipfel in Berlin veranstaltet

Bundesministerium für Arbeit und Soziales/Wikimedia Commons/Zugriff am 31. August 2022

Am 7. September 2022 hat die Bundesregierung zur Generierung von neuen Impulsen für die Fachkräftesicherung einen Fachkräftegipfel veranstaltet. Eingeladen wurden Akteure aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik, um die neue Fachkräftestrategie der Regierung zu diskutieren.

Basierend auf dem Fachkräftemonitoring, das von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Auftrag gegeben wurde, liefern die Prognosen insbesondere folgende zentrale Ergebnisse:

  • Die Rekrutierung von Fachkräften wird für die Wirtschaft immer schwerer. Vor allem, weil die geburtenstarken Jahrgänge zunehmend in den Ruhestand eintreten.
     
  • Zu den Berufsgruppen mit erwarteten Engpässen gehören im Jahr 2026 Berufe, die einen starken Arbeitsplatzaufbau verzeichnen (z.B. Berufe in Informationstechnologie, Erziehung, Gesundheit und Hotellerie) oder einen hohen, demografisch bedingten Ersatzbedarf haben (z.B. Metallbau und Elektrotechnik).
     
  • Fachkräfteengpässe drohen vor allem in Berufen mit hohem Männeranteil, neben der Informationstechnologie auch im Hochbau und in Handwerksberufen wie Klempnerei, Sanitär, Heizung und Klimatechnik sowie Aus- und Trockenbau und Energietechnik.
     
  • Im Jahr 2026 wird die Suche der Arbeitgeber in einem knappen Viertel der betrachteten Berufsgruppen länger als 90 Tage dauern.
     
  • Die Engpässe in den Bauberufen werden andauern. Ein hoher Ersatzbedarf geht einher mit steigendem Neubedarf aufgrund der anstehenden Bauvorhaben.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kündigt derweil an, dass ab Herbst 2022 ein neues Zuwanderungsgesetz in Kraft treten solle. „Wir führen eine Chancenkarte mit einem transparenten Punktesystem ein, damit Menschen, die unser Land braucht, einfacher zu uns kommen können." Die "Chancenkarte" funktioniere laut Heil folgendermaßen: "Wir legen Jahr für Jahr, entsprechend unserem Bedarf, ein Kontingent fest, wie viele Menschen mit der Chancenkarte nach Deutschland kommen dürfen, um sich hier für eine bestimmte Zeit einen Job oder eine Ausbildung zu suchen. Für diese Zeit müssen sie ihren Lebensunterhalt selbst sichern können."

Wer einen von Deutschland anerkannten Abschluss, egal ob Ausbildung oder Studium, vorweisen könne, erfülle sofort die Bedingung für die "Chancenkarte". "Wir wollen aber auch Menschen, die andere Stärken haben und die wir am Arbeitsmarkt brauchen, eine Chance geben, nach Deutschland zu kommen", so der Minister. Das Punktesystem soll die vier Kriterien:

  1. ein ausländischer Abschluss,
     
  2. eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren,
     
  3. Sprachkenntnisse oder ein Voraufenthalt in Deutschland und 
     
  4. ein Alter unter 35 Jahren umfassen.
     

Die Pressemitteilung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zur Fachkräftesicherung finden Sie hier:

https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/2022/neue-impulse-fuer-die-fachkraeftesicherung.html

 

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