Energie

08.09.2022
Hotelführer

Drittes Maßnahmenpaket des Bundes zur Sicherung einer bezahlbaren Energieversorgung

Quelle: dpa

Die Hoteliers und Gastronomen in Deutschland leiden unter der Kostenexplosion bei Energie, Lebensmitteln und Personal. Besonders die steigenden Energiepreise stehen laut der aktuellen DEHOGA-Umfrage bei 89,0 Prozent der Betriebe ganz oben im Problem-Ranking. 56,3 Prozent der Unternehmer berichten von angekündigten Preissteigerungen bei Strom, die durchschnittlich 103,8 Prozent betragen. Bei 60,8 Prozent der Betriebe werden sich die Gaspreise um durchschnittlich 152,4 Prozent erhöhen. Dabei ist zu beachten, dass rund 40 Prozent der Betriebe noch keine Information ihres Energieanbieters erhalten haben.

Erschwerend hinzu kommt, dass der Umsatz weiter unter Vorkrisenniveau liegt. Für August meldet die Branche ein Umsatzminus von nominal 2,6 Prozent gegenüber August 2019. Von Januar bis August 2022 setzten die Betriebe im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum 9,7 Prozent weniger um. Neben den Energiekostensteigerungen gehören die steigenden Lebensmittelpreise (73,5%), die Umsatzrückgänge (67,0%) sowie die Personalkosten (62,5%) zu den größten Herausforderungen für die Betriebe.

Das Gastgewerbe steht vor einem schwierigen Winter, umso mehr zählen jetzt die richtigen politischen Weichenstellungen.

Das am 03. September von der Ampel-Koalition beschlossene Maßnahmenpaket des Bundes zur Sicherung einer bezahlbaren Energieversorgung und zur Stärkung der Einkommen enhält einige positive Beschlüsse für das Gastgewerbe, so wird die 7% Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants über den 31.12.2022 hinaus nun sicher verlängert. Sehr zu begrüßen ist auch die geplante Verlängerung der Sonderregelungen für das Kurzarbeitergeld über den 30. September hinaus.

Es kommt nun auf die Konkretisierung und Umsetzung der verabredeten Maßnahmen zur Entlastung der explodierenden Energiekosten an, das gilt insbesondere auch für die angekündigten Unternehmenshilfen. Eine detaillierte Bewertung aller Maßnahmen des Entlastungspakets folgt in Kürze.

Die Ergebnisse des Koalitionsausschusses vom 3. September 2022 und das Maßnahmenpaket des Bundes finden Sie hier:

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