Elektromobilität

24.09.2021
Hotelführer

Anträge zum Programm "Ladeinfrastruktur vor Ort" bis 31. Dezember 2021 möglich

Der Aufbau eines bundesweiten flächendeckenden Netzes von Normal- und Schnellladeinfrastruktur ist zwingende Voraussetzung, um die Anforderungen aus der Richtlinie 2014/94/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Alternative Fuels Infrastructure Directive – AFID), des Klimaschutzprogramms 2030 sowie des Masterplans Ladeinfrastruktur der Bundesregierung zu erfüllen. Deshalb ist Ziel der Förderung, bis Ende 2021 zusätzlich 50.000 öffentliche Ladepunkte aufzubauen.

Neben der allgemeinen Verbesserung der Verfügbarkeit von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur soll insbesondere das Laden an attraktiven Zielorten des Alltags wie (Einzel-)Handelseinrichtungen, Hotel- und Gaststätten und an Freizeiteinrichtungen möglich sein. Das Gesamtfördervolumen beträgt rund 300 Millionen Euro. Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss als Anteilfinanzierung gewährt. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV).

Wer ist antragsberechtigt?

  • natürliche Personen
     
  • Unternehmen, wenn sie unter die KMU-Definition der Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der KMU (ABL. EG L 124/36) fallen. Ausgenommen sind Gesellschaften bürgerlichen Rechts. Bei einer Mehrzahl von Unternehmen, die nach Nummer 1.3 Buchstabe k als ein einziges Unternehmen anzusehen sind, muss das beherrschende Unternehmen Antragsteller sein.
     
  • Gebietskörperschaften

Interessant ist, dass das Programm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ laut dem Bundeministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) insbesondere an Unternehmen des Hotel- und Gastgewerbes in Deutschland adressiert sei. Handel und Gastgewerbe machten einen Großteil der KMU in Deutschland aus. Diese seien seit Frühjahr 2020 stark durch die Auswirkungen der Pandemie betroffen. Die überwiegende Investitionsbereitschaft der KMU in Infrastrukturmaßnahmen sei ohne eine substanzielle Förderung aufgrund der „Pandemie-Einschläge“ aktuell nicht gegeben, so das BMVI. Gleichzeitig verfügten die Unternehmen aus dem Gastgewerbe (insbesondere im peripheren Raum) über eine signifikante Anzahl an Stellplätzen für die Errichtung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur in Verbindung mit hohem Zielverkehr. Da Elektromobilität nur dann klimafreundlich sei, wenn auch Ökostrom genutzt werde, wäre es im Rahmen dieser Förderung verpflichtend, Strom aus erneuerbaren Energien zu verwenden.

Was ist förderfähig?

Förderfähig sind die Ausgaben für die erstmalige Beschaffung und Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit mindestens einem fest installierten Ladepunkt, einschließlich des dafür erforderlichen Netzanschlusses. Die Ausgaben für die Beschaffung müssen im Zusammenhang mit dem Kauf entstanden sein; insbesondere Leasing und Miete sind damit ausgeschlossen.

Weitere Informationen zum Antrag erhalten Sie über diesen Link.

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