Digitaler Hotel-Check-in

16.02.2022
Hotelführer

Auch neue Bundesregierung bekennt sich zum Pilotprojekt mit "Digitalen Identitäten"

Ex-Staatsministerin Dorothee Bär am 17.05.2021 beim digitalen Check-in im Hotel Steigenberger am Kanzleramt
© Bundesregierung

Das Bundeskanzleramt, das Bundesinnenministerium und das Bundeswirtschaftsministerium haben gemeinsam einen Bericht der Bundesregierung zum Stand der Umsetzung der in der letzten Legislaturperiode eingeführten Öffnung der Hotelmeldepflicht für digitale Lösungen vorgelegt. Darin bekennt sich auch die neue Bundesregierung zum gemeinsamen Pilotprojekt mit dem Hotelverband Deutschland (IHA). 

Das Pilotvorhaben „Digitaler Hotel-Check-In“, welches im Mai 2021 startete, wird neben Unternehmen wie Lufthansa, Bosch, Bahn und dem IT-Systemhaus der Bundeswehr BWI mit Hotels der Deutschen Hospitality, Lindner und Motel One realisiert. Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist Projektpartner der Bundesregierung.

In nach Angaben der Bundesregierung mehr als 120 Hotels können Geschäftsreisende dieser Unternehmen testweise digital und nutzerfreundlich einchecken. Dazu können sie eine auf Daten des Personalausweises basierende „Basis-ID“ innerhalb der "ID-Wallet"-App präsentieren, um sich beim Check-in im Hotel melderechtskonform zu identifizieren. Der Scan eines QR-Codes ermöglicht es, sich an der Rezeption digital auszuweisen und dabei gleichzeitig und innerhalb von Sekunden die Meldeadresse gemäß Bundesmeldegesetz sowie die Adresse ihres Unternehmens für die Hotelrechnung zu übertragen. Von den teilnehmenden Unternehmen erhalten die Beschäftigten dazu einen digitalen Nachweis über die Firmenadresse.

Der Start der ID-Wallet-App hatte viel Aufmerksamkeit von Nutzenden erhalten, die sich intensiv mit Sicherheits- und Vertrauensfragen befassen und Sicherheitsbedenken gegen diese formulierten. Die App wurde infolgedessen aus den App-Stores zurückgezogen. Zudem wurde entschieden, allen formulierten Bedenken sorgfältig nachzugehen. Dem haben sich die Bundesregierung und beteiligte IT-Partnerunternehmen und Unternehmensvertreter angenommen.

In einer kleinen Anfrage (BT-Drucksache 20/476) hat sich zudem die Bundestagsfraktion DIE LINKE  mit dem Thema "Digitaler Führerschein, ID-Wallet und der Einsatz von Blockchain/DLT im Teilprojekt „Ökosysteme digitale Identitäten“" beschäftigt. Die Antwort der Bundesregierung auf die Fragen finden sich in dem am 9. Februar 2022 veröffentlichten Dokument auf BT-Drucksache 20/629.

Den vollständigen Bericht der Bundesregierung zum Stand der Umsetzung der in der letzten Legistlaturperiode eingeführten Öffnung der Hotelmeldepflicht für digitale Lösungen vom 19. Januar 2022 finden Sie hier.

Weitere
29.09.2022
Energie
© clipdealer

Zu der von DEHOGA und IHA geforderten Deckelung der Strom- und Energiepreise und der unverzüglichen Gewährung von Wirtschaftshilfen in der Energiekrise auch für Unternehmen des Gastgewerbes gibt es bis dato keine tragfähige politische Verständigung.
Umso wichtiger ist es, dass wir erneut deutlich und klar die Betroffenheit der Branche an die Politik mit Fakten Fakten Fakten herantragen können. Wir bitten Sie daher heute erneut um Ihre Unterstützung unserer aktuellen Verbandsumfrage. Aus gegebenem Anlass liegt der Schwerpunkt wieder auf den (Energie-) Kostensteigerungen und den daraus resultierenden Konsequenzen für Ihren Betrieb. Hier geht es zur Umfrage...

23.09.2022
Wettbewerbsrecht

Das Bundeswirtschaftsministerium hat gestern einen Gesetzesentwurf zur gezielten Verschärfung des Wettbewerbsrechts vorgelegt und wird in diesen in Kürze in die Ressortabstimmung geben. Mit der Novelle sollen die Eingriffsinstrumente des Kartellrechts gestärkt werden. Der Hotelverband begrüßt ausdrücklich die vorgesehene Gesetzesergänzung, dass das auf dem Gebiet der Portalmärkte besonders erfahrene Bundeskartellamt die EU-Kommission zukünftig bei der Anwendung des Digital Markets Act unterstützen darf. Auch die im Gesetzesentwurf vorgesehene gerichtliche Durchsetzung im Wege des ‚private enforcements‘ kann helfen, übergriffige Gatekeeper endlich in ihre Schranken zu verweisen.

23.09.2022
Kurzzeitvermietung

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2021/514 des Rates vom 22. März 2021 zur Änderung der Richtlinie 2011/16/EU über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich der Besteuerung und zur Modernisierung des Steuerverfahrensrechts (Plattformen-Steuertransparenzgesetz – PStTG) vorgelegt. Danach sind Betreiber digitaler Plattformen verpflichtet, den Finanzbehörden Informationen über Einkünfte zu melden, die von Anbietern auf diesen Plattformen erzielt wurden. Die EU-Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die sog. DAC7-Richtlinie bis zum 31.12.2022 in nationales Recht umzusetzen.