Corona-Pandemie

01.04.2022
Hotelführer

Hotelverband spricht sich gegen Budgetkürzungen bei der DZT aus

Der Entwurf des Haushaltsplans des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sieht bereits für das laufende Jahr 2022 den Wegfall des Corona-Zuschlags in Höhe  von 10 Mio. Euro für das Auslandsmarketing der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) vor. Die Zuwendungen des Bundes für die DZT wiesen in den letzten fünf Jahren folgende Höhe aus:

  • 32,6 Mio. Euro (2018)
  • 33,9 Mio. Euro (2019)
  • 33,4 Mio. Euro (2020)
  • 43,4 Mio. Euro (2021)
  • 34,5 Mio. Euro (2022, Entwurf HH-Plan)

Der Hotelverband Deutschland (IHA) kritisiert die vorgesehene Rückführung des DZT-Budgets auf das Vorkrisenniveau zum jetzigen Zeitpunkt. IHA-Vorsitzender Otto Lindner erklärt hierzu: „Die Stadt- und Tagungshotellerie wird auf absehbare Zeit noch nicht aus dem Krisenmodus herausfinden. Es ist daher das falsche Signal des Bundes, das Budget der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) schon im laufenden Jahr wieder um 10 Mio. auf 34,5 Mio. Euro zurückzufahren. Das Reiseland Deutschland benötigt gerade jetzt eine besonders leistungsstarke DZT.“

Hintergrund: Die Bruttowertschöpfung im Tourismus hat in Deutschland im Jahr 2019 einen Anteil von rund 4 Prozent an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in Deutschland ausgemacht, wie die Bundesregierung aktuell in einer Antwort (BT-Drucksache 20/1177) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mitteilt. Die Abgeordneten hatten nach dem Anteil des Tourismus an den Bruttoinlandsprodukten in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich und in der Schweiz gefragt. Im Jahr 2019 hätten in Deutschland 2,8 Millionen Erwerbstätige direkt im Tourismus gearbeitet, teilt die Bundesregierung weiter mit. Dies entspreche 6,1 Prozent der Erwerbstätigen hierzulande. Indirekt, beispielsweise durch Zulieferer, seien weitere 1,3 Millionen Erwerbstätige hinzugekommen. Zusammen entsprach die Zahl der direkt und indirekt im Tourismus erwerbstätigen Personen neun Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland.

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