Corona-Krise

20.01 2021
Hotelführer

Verdoppelung der sogenannten Kinderkrankentage beschlossen

Coronaviren

Bun­des­tag und Bundesrat haben be­schlos­sen, die Zahl der Kinderkran­ken­ta­ge pro El­tern­teil von zehn auf 20 zu erhöhen. Al­lein­er­zie­hen­de sol­len 40 Krankentage statt der bisherigen 20 er­hal­ten.  Abgerechnet werden die zusätzlichen Leistungen über die Krankenkassen.

Diese zahlen Kinderkrankengeld normalerweise in den Fällen, in denen Eltern wegen der Pflege eines kranken, unter 12 Jahre alten Kindes nicht arbeiten gehen können. Nun soll das Krankengeld auch gezahlt werden, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind, der Zugang eingeschränkt wurde oder Eltern lediglich gebeten wurden, ihre Kinder nicht in die Einrichtung zu bringen. Alle Krankentage – nicht nur die zusätzlichen – können dafür verwendet werden. Auch wer im Homeoffice arbeiten könnte, kann das Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse beantragen. Für den Antrag reicht laut Gesetz eine Bescheinigung von der Schule oder Kita, dass der Betrieb eingeschränkt ist. Den Anspruch haben nur gesetzlich Versicherte. Das Kinderkrankengeld beträgt 90% des Nettoverdienstes. Die Re­ge­lung tritt rück­wir­kend zum 5. Januar 2021 in Kraft.

Alternativ kann eine staatliche Entschädigung (nach § 56 Abs. 1 a IfSG) beantragt werden, wenn Eltern ihre Kinder aufgrund von Schul- und Kita-Schließung aus Gründen der Pandemie selbst betreuen müssen und nicht arbeiten können. Die Entschädigung wird in Höhe von 67 Prozent des Verdienstausfalls gewährt und ist auf 2.016 Euro für den vollen Monat begrenzt. Für die Entschädigung ist keine Lohnsteuer abzuführen. Die Berechnung der Entschädigung erfolgt bezogen auf den jeweiligen Kalendermonat. Die Auszahlung der Entschädigung übernimmt bei Arbeitnehmern für längstens sechs Wochen der Arbeitgeber. Der Arbeitgeber kann bei der von den Ländern bestimmten zuständigen Behörde einen Erstattungsantrag stellen. Es besteht für Arbeitgeber auch die Möglichkeit, einen Vorschuss bei der Behörde zu beantragen.

Weitere Informationen zur Elternentschädigung erhalten Sie hier.

Weitere
24.01 2022
Steuern

Das Bundesministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 20. Januar 2022 die für das Jahr 2022 geltenden Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) veröffentlicht.

24.01 2022
Digitalisierung

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmten am 20. Januar mit großer Mehrheit für den sogenannten Digital Services Act (DSA) und gaben damit grünes Licht für strengere Regeln für Online-Plattformen wie Google, Facebook (Meta), Amazon, Airbnb und Booking.com.

23.01 2022
Corona-Krise

Bund und Länder haben sich bei der gestrigen MinisterpräsidentInnenkonferenz darauf verständigt, die bereits geltenden Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung wie Kontaktreduzierungen oder Zugangsregelungen weiterhin anzuwenden. Konkrete Entscheidungen zur Verbesserung der Wirtschaftshilfe und Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld wurden nicht getroffen.