Human Resources

14.07 2022
Hotelführer

Beschäftigungsrückgang in Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen

Der Arbeitsmarkt war und ist in bedeutender Weise von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Sowohl die Zahl der Arbeitslosen, als auch die Zahl der Jobwechsel sind im Jahr 2020 signifikant gestiegen. Im Jahr 2020 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten 9,2 Millionen Jobwechsel, davon 3,2  Millionen, bei denen ein Berufswechsel stattgefunden hat. Ein aktueller IW-Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft bietet einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, die sich insbesondere in der Tourismus-, Hotel- und Gaststätten-Branche ergeben haben.

Der Tourismus und die Gastronomie waren von Beginn an besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Von insgesamt 788.604 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2020 entschieden sich 215.889 Personen, die vorher in einem Tourismus-, Hotel- oder Gaststättenberuf gearbeitet hatten – freiwillig oder nicht – für einen neuen Beruf. Das ist mehr als jeder Vierte (27,4 Prozent). Kein anderer Berufsbereich hat relativ gesehen so viele Beschäftigte verloren.

Andersherum wurden lediglich 116.770 Wechsel von außerhalb dieser Berufe hinein verzeichnet. Dadurch ergibt sich ein sogenannter Saldo von fast 100.000 Beschäftigten zwischen denen, die den Beruf verlassen und denen, die diesen neu aufgenommen haben. Dieser Saldo in den Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen ist im Vergleich der insgesamt 37 Berufsbereiche mit Abstand am höchsten.

Wechsel in oder aus einem anderen Lebensumstand, beispielsweise aus einem Studium, aus der Arbeitslosigkeit, in eine geringfügige Beschäftigung oder in die Rente, sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Branchenspezifische Daten zu Abgängen in die Arbeitslosigkeit zeigen jedoch, dass im Jahr 2020 allein im Gastgewerbe 205.571 Personen arbeitslos wurden. Das sind etwa 30.000 Abgänge in Arbeitslosigkeit mehr als noch 2019. Und auch hier ist das Gastgewerbe über alle Branchen hinweg trauriger Spitzenreiter mit dem größten Zuwachs an Abgängen in die Arbeitslosigkeit 2020.

Weitere
02.08 2022
Human Resources

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat für die ab 1. August 2022 geltenden und modernisierten sechs Ausbildungsberufe im Gastgewerbe drei Umsetzungshilfen für die Küchen-, Hotel- und Gastronomieberufe herausgegeben. Die drei Publikationen der Reihe „Ausbildung gestalten“ bieten umfangreiche Unterstützung bei der Umsetzung der neuen und aktualisierten Ausbildungsinhalte der sieben Berufe in die Praxis. Sie enthalten umfangreiche Praxisbeispiele für die Lernziele der Ausbildungsrahmenpläne. Die Umsetzungshilfen und Zusatzmaterialien können auf den Berufeseiten des BIBB BIBB / Berufe im Gastgewerbe kostenlos als PDF heruntergeladen oder als kostenpflichtige Printversion bestellt werden. 

01.08 2022
Gas-Triage
Rolf Seelige-Steinhoff, IHA-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs-KG

In Krisenzeiten wie diesen, muss jeder einen Beitrag dazu leisten, damit wir aus der Abhängigkeit von russischer Energie herauskommen. Das gilt natürlich auch für die Hotellerie. Aber inwieweit sind die Konzepte überhaupt auf die Hotellerie übertragbar? Könnten wir in der Branche denn damit umgehen, wenn uns gegebenenfalls von heute auf morgen das Gas abgestellt wird? Dem gehe ich mit diesem Blogpost nach. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Leisure-Hotellerie liegen, die häufig mit zusätzlichen Gastangeboten, wie beispielsweise Wellness- und Spa-Einrichtungen, konzipiert ist.

01.08 2022
Digitale Plattformen

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat einen Referentenentwurf zum Plattformen-Meldepflicht- und Informationsaustauschgesetz (PMAustG) vorgelegt. Danach sind Betreiber digitaler Plattformen verpflichtet, den Finanzbehörden Informationen über Einkünfte zu melden, die von Anbietern auf diesen Plattformen erzielt wurden.