Out of reach?
Blog von Markus Luthe zur Online-Distribution vom 17. Januar 2012
Der erste Paukenschlag nach der Übernahme von Hotel.de im Oktober letzten Jahres hat nicht lange auf sich warten lassen: HRS hat heute seine Provisionsforderung an die Hotellerie um gleich zwei Prozentpunkte auf nun 15% heraufgesetzt. Zuletzt hatte der Kölner Marktführer im Jahr 2009 von etwa 12,3% auf 13% erhöht. Die Zeiten einer 10%igen Kommissionierung liegen nostalgisch lange zurück.
Zur Schmerzlinderung wartet HRS mit der Neuerung einer GDS-Anbindung über Amadeus zur neuen 15%-Flatrate auf, die in der Tat für eine Reihe von Stadthotels ohne Corporate-Verträge attraktiv ist, für eine flughafenferne Mehrzahl wohl eher nicht. Die Höhe dieser 15,4%igen Provisionssteigerung ist damit nicht zu begründen. Der wahre Grund dieser Demonstration der Stärke liegt zum einen in der nun noch marktbeherrschenderen Stellung und zum anderen in den Gesetzen der Online-Distribution, die die Hotellerie in den letzten Jahren hat einreißen lassen.
Solange Wettbewerber über Merchant-Modelle oder stille Auktionen Provisionen von 20%, 25% oder 35% und mehr erzielen, entsteht unweigerlich ein steter Sog nach oben für die durchschnittlichen Kommissionssätze. Und mit diesen von der Hotellerie selbst finanzierten Budgets, wird dann via Google AdWords den Wettbewerbern und den Hotelwebsites der Traffic „weggekauft“. Bei einer solchen Marktkonstellation: Welches Buchungsportal wird da der Versuchung, die Schraube nach oben in Gang zu setzen, lange widerstehen können? Ein Bruch bisheriger Firmenpolicy zeichnet sich auch in den ab 1. März runderneuerten AGB von HRS ab, wo die Grundlage zur Einführung bislang stets abgelehnter "Top Rankings" gegen Sonderaufschläge gelegt wird.
Geradezu fatal wirkt sich aus, dass diesem Kostenauftrieb keine systemimmanenten Grenzen gesetzt sind. Die Richterskala der Mittler ist in der Online-Distribution nach oben offen, denn einem immer enger werdenden Oligopol auf der Anbieterseite, steht ein atomistisch strukturierter Hotelmarkt auf der Nachfrageseite gegenüber. Diese gefühlte Ohnmacht und um sich greifende unfaire Marktpraktiken erfüllen die Hotellerie zurecht mit großer Besorgnis.
Wo ist der Ausweg aus diesem klassischen Gefangendilemma? Ganz sicher muss die Hotellerie weltweit jedenfalls ihren Direktvertrieb konsequent stärken, ihre Websites mit einzigartigem Content Content Content aufwerten, das Sammeln echter Hotelbewertungen in die eigenen Hände und auf die eigenen Seiten nehmen und vor allem die Kundenloyalität stärken.
Oder warten wir auf Hilfe von einem „Weißen Ritter“ von dritter Seite? Nein, diese Rolle wird sicher nicht von Google’s Hotelfinder besetzt, denn der Suchmaschinenriese wird OTAs und Hotellerie noch gleichermaßen Kopfzerbrechen bereiten. Kann die in der letzten Woche von den größten Hotelketten weltweit (Choice, Hilton, Hyatt, Intercontinental, Marriott, Wyndham und Best Western) gelaunchte offene Plattform Room Key diese Aufgabe übernehmen?
Hierfür müssten allerdings noch einige Schwachstellen dieses neuen Preisvergleichs- und Buchungssystems ausgebügelt werden. Hierzu zählen sicherlich die Marktabdeckung außerhalb der USA (der englischsprachigen Hotelwelt), wettbewerbsfähige Hotelraten, Channel Manager-Anbindung, eine Prise Altruismus der Handelnden und natürlich einzigartiger Content Content Content.
Scheint dies „out of reach“ und unvorstellbar? Es ist sicher mehr als nur einen – weiteren – Versuch wert!

Ihr
Markus Luthe
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Kommentare zu diesem Blog
| Datum: 17.01.2012 21:41:04 Uhr |
| Name: Dominik Sobotka |
| Kommentar: |
Wieder mal schön zusammengefasst, Herr Luthe. Am Ende des Tages muss sich eben jedes Hotel selbst aus dem Sumpf ziehen - und das wenn überhaupt nur mit Hilfe anderer Kollegen, wie das Beispiel RoomKey - in einer größeren Dimension - zeigt. Aber auch kleine Kooperationen - fokussiert z.B. auf eine Destination können helfen. Besinnung auf die eigenen Stärken, die Fokussierung eines eigenen Profils und der Mut, in diese und die eigenen Vermarktungs- und Profilierungswege - Website und Social Media - zu investieren sind die einzigen Wege aus der Abhängigkeit. |
| Datum: 17.01.2012 22:18:54 Uhr |
| Name: Sabine Möller |
| Kommentar: |
Frustrierend, wahr... aber leider auch absehbar! Am Ende des Tages kann es nur unser aller Ziel sein, den eigenen Vertrieb zu stärken. Die tools dazu haben und kennen wir - nur passiert das schlußendlich nicht von allein. Und da liegt leider - wie so oft - die große Herausforderung... Aber vielleicht bedarf es genau solcher Paukenschläge, damit wir endlich alle wach werden. |
| Datum: 17.01.2012 22:51:07 Uhr |
| Name: Ernest Kraft |
| Kommentar: |
Immer lauter werden die Warnsignale Herr Luthe - und recht so - schlagen Sie die Trommeln laut und deutlich für unsere Schläfer. Was ein guter Anfang wäre, ist ein Besinnung einzelner Städte bzw. altmodisch ausgedrückt "Fremdenverkehrsvereine" auf eine starke stadteigene IBE. Wenn man sich ausmalt, welche Reservierungskommissionen hier verschenkt werden - manchmal sogar - nicht nur wie in München - aus lauter Einfallslosigkeit gleich HRS auf der Website für Hotelbuchungen zu integrieren, ist das fatal. Städte müssten interessiert sein, eine eigene starke und überzeugende IBE anzubieten. Kommissionen, die hier selbst erzielt werden könnten, stillen sehr schnell den unberechtigten Hunger nach einer profan erhobenen Bettensteuer, für die keine Gegenleistung gegeben wird. Leider habe ich noch kein brauchbares Programm gesehen, das diese Lücke füllt. Derzeitige Stadtbuchungsprogramme sind Schrott, umständlich und Jahre im Rückstand. Zimmerkommissionen, die an Städte gehen, sind zweckgebunden und kommen wenigstens auch lokal an. Wobei im vorauseilenden Gehorsam und Inkompetenz an HRS und andere mittels durchgereichten Reservierungsanfragen, die auf der Stadtseite auflaufen, für fettes Marketing bei HRS genutzt werden. Es müsste eine "state of the art" IBE für Städte geschaffen werden, durchaus im effektiven technisch ansprechenden Stil wie Travelclick oder HRS, aber mit dem großen Unterschied, die Verkehrsvereine für eigenes Stadtmarketing zu stärken - nicht für HRS-Größenwahnwerbestände auf Messen, die für noch mehr Marktmacht sorgen. Im Moment - und da spreche ich aus leidvoller Erfahrung - entspricht z.B. die stadteigene Hotelbuchungsseite von Heidelberg leider eher Afghanistan. Am Ende steht natürlich auch die eigene Hotel IBE im Vordergrund - bitte nicht vergessen - auch hier kann Geld verschenkt werden. Mit freundlichem Gruß Ernest Kraft |
| Datum: 18.01.2012 11:18:16 Uhr |
| Name: Florian Bauhuber (Tourismuszukunft) |
| Kommentar: |
Lieber Herr Luthe, wie immer hilft hier nur eine Strategie. Und die Basis dieser Strategie ist das Überwachen der tatsächlichen Kosten pro Gast und Vertriebskanal und der kontinuierliche Vergleich dieser Kosten. Im vergangenen Jahr haben wir beim HSMA Pricing & Distribution Day einen Vortrag dazu gehalten. Nur eine Person hat sich im Raum gemeldet, die dies tatsächlich tut. Überigens eine Person aus einer Hotelkette. Das Problem beginnt in den Hotels - wenn Hotels nicht einfach pauschal die Auswahl für die Vertriebskanäle treffen würden, sondern Vertriebsentscheidungen rationale Entscheidungen auf Basis belegbarer Zahlen würde der Markt ein anderer sein! Fazit: das Übel beginnt in den Hotels! |
| Datum: 18.01.2012 16:04:38 Uhr |
| Name: Olaf P. Beck |
| Kommentar: |
Lieber Markus. Auf den Punkt perfekt. Und ich stimme dem Kollegen Bauhuber zu, das "Übel" sitzt im Hotel. Solange Hoteldirektoren die Food Costs hoch und runter singen können und sich über eingesparte 0,854% Wareneinsatz freuen, aber von Monitoring und Controlling von Vertriebskanälen so viel verstehen wie ich von Herzchirurgie, solange kann HRS im Januar 2013 auch auf 20% erhöhen und es wird nichts passieren. Content Content Content auf der eigenen Website, Kundenbindung und Benefit inkl. SMED, dann klappts auch mit dem Rev.Par. :) LG Olaf |
| Datum: 18.01.2012 17:41:43 Uhr |
| Name: Markus Luthe |
| Kommentar: |
Ich danke herzlich für die lobenden Worte und die versierten Fachkommentare! Nachstehend ein erster Überblick über das Echo der Fachmedien auf diesen Blog: AHGZ --> http://tinyurl.com/7bq443t BizTravel / fvw --> http://tinyurl.com/7fdanb5 Hotel & Technik --> http://tinyurl.com/7unj6uy Hottelling --> http://tinyurl.com/868a3f2 Top hotel --> http://tinyurl.com/7v5cyyr |
| Datum: 18.01.2012 18:31:53 Uhr |
| Name: Harald Lux |
| Kommentar: |
Wie schon F. Bauhuber und Olaf P. Beck sehe auch ich das Problem in dem mangelnden Controlling der Vertriebskanäle. Was mir bei den Diskussionen um die Provision immer besonders auffällt, ist das verbreitete Schwarz/Weiß-Denken: Direktvertrieb gut <–> Indirekter Vertrieb böse. Denn auch der direkte Vertrieb verursacht Vertriebskosten. Die Mischung machts. |
| Datum: 18.01.2012 19:23:05 Uhr |
| Name: Eric Horster |
| Kommentar: |
Sehr guter und anregender Beitrag und schöne Kommentare, aus denen ich lernen konnte. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Content, Content, Content noch angesagt ist. Google wird in absehbarer Zeit den Hotelfinder nach oben setzen, bzw. experimentiert ja schon damit. Dann wird der Direktvertrieb nur noch über die Travel Ads funktionieren. Da bringt einen dann auch der eigene Content nicht weiter oder steht nicht mehr im gesunden Verhältnis zum Ertrag... |
| Datum: 18.01.2012 22:59:59 Uhr |
| Name: Markus Luthe |
| Kommentar: |
@ Harald Lux: Danke für die "Grautöne"! Das ist ein wichtiger, aber wohl häufig verdrängter Aspekt im Deutschlandtourismus, der für alle Seiten zu suboptimalen Ergebnissen führt. |
| Datum: 18.01.2012 23:11:30 Uhr |
| Name: Markus Luthe |
| Kommentar: |
@ Eric Horster: Google puscht in der Tat die Eigenprodukte. Aber mittel- bis langfristig würde sich Google doch den Ast absägen, an dem das "Brot & Butter"-Geschäft AdWords aufgehängt ist. Wenn nur noch der zahlende Kunde und nicht mehr der generische Inhalt König ist, würde die Suchmaschine zu einer HighTech-Version klassischer Gelber Seiten degenerieren - und der Panda in den Zoo verbannt. Ich bleibe daher dabei: Content bleibt King! |
| Datum: 19.01.2012 09:08:30 Uhr |
| Name: Eric Horster |
| Kommentar: |
Ich bin und bleibe da anderer Meinung: Google versucht ja gerade von der einseitigen Adwords "Abhängigkeit" weg zu kommen. Zudem können die CPCs beim Hotelfinder deutlich höher ausfallen, da diese von den Zimmerpreisen abhängig sind. Hinzu kommt, dass wir in Zukunft durch Search Plus zwei Arten von SERPs haben werden: 1. Die Öffentlichen. Hier können sich ggf. noch Hotelketten durch eigenen Content sichtbar machen, denn diese haben die entsprechenden Kapazitäten, um ein entsprechendes SEO-Engagement zu finanzieren. 2. Die personalisierten, bzw. Social SERPs. Hier sehe ich ein großes Potenzial für kleine Hotels. Denn wenn es diesen gelingt, sich mit ihren Gästen zu vernetzen und mit diesen zu interagieren, dann sind werden sie dadurch eine Sichtbarkeit in dieser zweiten Kategorie von SERPs erlangen. Content, Content, Content sollte dann auf dem Google+ Unternehmensprofil erfolgen. Denn dort schätze ich die Sichtbarkeit wesentlich höher ein. Zudem ist hier der Content durch die Vernetzung der Seite auch gleich kontextualisiert. Und wir wissen ja: "Context is King". Hierzu auch mein Beitrag "Plussen is King": http://www.eric-horster.de/2012/01/plussen-is-king/ |
| Datum: 19.01.2012 09:53:45 Uhr |
| Name: Erik E. Schürmann |
| Kommentar: |
"Hotel.de und HRS sind beide faire Partner." sagte HRS-Geschäftsführer Tobias Ragge noch im Oktober 2011, kurz nach der Übernahme von Hotel.de. Und: "Er könne die Ängste der Hotels verstehen", man werde die Distributionskosten, die laut Ragge auf dem deutschen Markt im Durchschnitt 14,85%, bei Hotel.de jedoch nur zwölf und bei HRS 13 Prozent betragen, nicht erhöhen! |
| Datum: 19.01.2012 10:03:58 Uhr |
| Name: Markus Luthe |
| Kommentar: |
Vielen Dank für die in der Tat nicht lange zurückliegenden Zitate, lieber Herr Schürmann! Hier ist der Link zur Fundstelle in der BizTravel: http://biztravel.fvw.de/hotels-fuerchten-hrs-macht/393/96194/4070 |
| Datum: 19.01.2012 10:10:21 Uhr |
| Name: Marco Nussbaum |
| Kommentar: |
Die Erhöhung der Provision von HRS lässt wieder einen Aufschrei durch die Hotelleriewelt gehen. Es zeigt, wie rigoros starke Player vorgehen und wie wehrlos die Hoteliers sind. Vielen von ihnen ist die Kontrolle über die Distribution doch schon lange abhandengekommen. Doch wie sieht die Lösung aus? In Österreich diskutieren Hotellerie-Vertreter derzeit über die Einführung einer eigenen Buchungsplattform, damit das Geld bei den Hotels bleibt und nicht an Dritte fließt. Die Schweiz hat bereits ein solches Projekt mit myswitzerland.com ins Leben gerufen. In Deutschland diskutierten Hoteliers schon Anfang 2000 mit der IHA darüber, scheiterten aber aus Uneinigkeit und Angst vor Schritten seitens der OTAs. Und gerade vor wenigen Tagen haben amerikanische Hotelgesellschaften ihr eigenes Buchungsportal Roomkey.com für den US-Markt gegründet. Dieser Versuch ist noch nicht ausgereift, zeigt aber wie ernst das Thema -- nicht nur hierzulande -- genommen wird. Eines ist zumindest sichtbar: Die Hoteliers setzen sich zur Wehr. Und das ist ein gutes Zeichen, nur leider viel zu spät. Schaut man sich die Vielzahl von Statements, Verbandstagungen und Kongressen zu dem Thema an, muss man sich doch wirklich über die Branche wundern. Ich bleibe dabei, es ist erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn es egal ist, wer die Anerkennung dafür erntet. Oder anders: Der Hotelbranche ginge es besser, wenn alle Beteiligten ihr Ego besser im Griff hätten. P.S.: Beim Deutschen Hotelkongress am 30./31.01.2012 in Berlin steht unter anderem das Top-Thema "Social Media in der Praxis" auf der Agenda, mit vielen wichtigen Referenten. Auf der Facebook-Fanpage von HRS habe ich zu dem Thema der Kommissionen aber nicht einmal 10 Posts von Hoteliers gelesen. Die ING DiBa hatte nach ihrem Werbespot innerhalb von 2 Wochen, über 1.400 Posts mit rund 15.000 Kommentaren. Noch Fragen zur Durchschlagskraft und einheitlichen Vorgehensweise der Hotellerie? |
| Datum: 19.01.2012 11:27:46 Uhr |
| Name: Marc O. Benkert |
| Kommentar: |
Eine eigener Buchungskanal ist der absolut falsche Weg! Es ist zudem viel zu spät. Was ich bei allen Dingen immer wieder sehr belustigend finde, ist die Tatsache, dass sich keiner mal mit dem Internet und dem Onlinezeitalter als Ganzes beschäftigt. Da werden Insellösungen geboren und Kampagnen initiiert, die am Ende nur wieder reine Geldverbrennung bedeutet. Nein, so löse ich die Probleme nicht. Die Frage ist doch nicht: Was ist für das Hotel der ideale Vertriebsweg, sondern wie erreiche ich den potenziellen Gast am besten? Wo bewegt sich der zukünftige Gast? Wie senke ich die Zutrittsbarrieren? Das sind doch die entscheidenden Fragen. Wenn ich mir den gleichen Vertriebsweg wie HRS & Co. zu eigen machen möchte, ja dann wird die Hotellerie abermals scheitern. NEIN, die Hotellerie muss es besser machen. Sie muss sich vor HRS setzen und von der Usability und dem Mehrwert her in Front gehen. Wo hält sich der Gast denn immer auf? Sicher nicht bei HRS. Aber vielleicht bei Google...! Also liebe Hotellerie: Effektivität und Effizienz sind zwei unterschiedliche Dinge. Aufwachen und nicht in der eigenen Trauer versinken. Einfach mal über den Tellerrand schauen. Denn dort gibt es zig Lösungen und Beispiele, wie man mit dem neuen Kommunikationszeitalter umgeht. |
| Datum: 19.01.2012 11:47:20 Uhr |
| Name: Erik E. Schürmann |
| Kommentar: |
Sehr gut Herr Nussbaum, ich kann mich dem nur anschließen! |
| Datum: 19.01.2012 19:18:46 Uhr |
| Name: Florian Bauhuber (Tourismuszukunft) |
| Kommentar: |
Mein Kollege Tim Schütrumpf hat hierzu einen passenden Beitrag auf unserem Blog verfasst:
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| Datum: 20.01.2012 14:55:35 Uhr |
| Name: Markus Busch / Hotelmarketing.com |
| Kommentar: |
Guter Text, Herr Luthe. Atome gegen das Oligopol - trifft die aktuelle Diskussion auf den Punkt. Eine kleine Korrektur: 15% für den Amadeus GDS Vertrieb mögen für das Durchschnittshotel attraktiv klingen, für umsatzstarke GDS Hotels ist das aber nicht der Fall. Die haben meistens Verträge mit ihren GDS Betreiber abgeschlossen, welche auf fixen Transaktionsgebühren pro Buchung und nicht auf einem Prozentsatz beruhen. Sprich, da ist die HRS GDS Buchungen bereits bei einem zweinächtigen Aufenthalt in einem 4/5 Stern Hotel teurer. |
| Datum: 16.02.2012 18:01:01 Uhr |
| Name: Ernst-Friedrich von Kretschmann |
| Kommentar: |
Ein Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder und deren Wirtschafts-Branche. Das Hotelgewerbe arbeitet Ländergrenzen-übergreifend, tourismuspolitische Entscheidungen werden immer öfter in Brüssel getroffen, da Beschäftigungs-Initiativen und volkswirtschaftliche Stabilität, insbesondere im privaten Dienstleistungs- Mittelstand, hier Richtlinie Small Business Act / KMU-Kleine mittelständische Unternehmen, in den meisten der 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union einen hohen Stellenwert besitzen. Somit steht die Fortentwicklung zur Fiskal-Union mit Beseitigung unterschiedlicher Mehrwertsteuer-Sätze im Vordergrund, um eine Harmonisierung mit Abbau von Wettbewerbsverzerrungen zu verwirklichen. Daher sind sowohl System-/Ketten-, Privat- und Kooperationshotels und deren Führungskräfte auf eine umfassende Faktenaufarbeitung mit entsprechenden Problemlösungs-Vorschlägen angewiesen. Je kompetenter die Verbandsarbeit, umso hilfreicher deren Einsatz mit entsprechendem Erfolg für die deutsche Hotellerie. Hier haben wir einen wahren Glücksfall in Berlin mit dem Hauptgeschäftsführer, Herrn Markus Luthe, und seinem Team, deren Wirken mehr als lobenswert ist. Und so kommen auch Experten wie Frau Gabriele Schulze zu Wort, die uns klar und unmissverständlich belegen, dass wir mit den kontraproduktiven Verkaufs-Anstrengungen unser eigenes Grab schaufeln, wenn wir uns nicht langsam auf den eigenen „Factory-Verkauf“ unter Revenue Management-Gesichtspunkten konzentrieren. Vorwürfe an Dritte, hier Internet-Buchungs- und Bewertungs-Portale, sind so lange ungerechtfertigt, wie wir selbst unseren eigenen Vertrieb im Internet vernachlässigen oder sabotieren. Und so müsste unter diesem Gesichtspunkt jeder Hotelier in unserem Lande Mitglied im Hotelverband Deutschland (IHA) sein, eine bessere Alternative zu jeweils aktuellen Problemlösung kann man niemand empfehlen. Mit freundlichen Grüßen aus dem EUROPÄISCHEN HOF Ihr Ernst-Friedrich von Kretschmann |
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