Sofitel Quellenhof Aachen Suite
 

Verbraucherschutz


Auch in der Hotellerie ist Verbraucherschutz ein wichtiges Anliegen. Gerade das Internet stellt eines der bedeutendsten Distributionskanäle der Branche dar. Hier gilt es, klare Regeln zu setzen.

Fakt ist:

Der Gesetzgeber nimmt sich des Problems der sog. Abofallen an. Bei derlei unseriösen Kostenfallen wird dem Verbraucher eine vermeintliche Gratisleistung offeriert, die in Wirklichkeit jedoch ein kostenpflichtiges Abonnement ist.

Der Bundestag hat Anfang März 2012 hierzu das Gesetz zum besseren Schutz vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr beschlossen. Nach diesem muss bei Verträgen zwischen Unternehmern und Verbrauchern über eine entgeltliche Leistung, die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen wird, der Unternehmer vor der Bestellung des Verbrauchers diesem folgende Informationen klar und verständlich zur Verfügung stellen:

·         Wesentliche Merkmale der Ware oder Dienstleistung,

  • Gesamtpreis,
  • Ggf. Liefer- oder Versandkosten,
  • Ggf. Mindestlaufzeit.

Der Vertrag kommt zukünftig nur dann zustande, wenn der Verbraucher bei seiner Bestellung bestätigt hat, dass diese für ihn eine Zahlungspflicht auslöst. Wird dabei eine Schaltfläche genutzt, so darf diese mit nichts anderem als den Wörtern „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechenden äquivalenten Formulierung beschriftet sein.

Standpunkt Hotelverband Deutschland (IHA)

Ein Mehr an Verbraucherschutz ist in der Neuregelung nicht zu erkennen, da sich bereits heute Hotelbuchungen im Internet durch eine vorbildliche Transparenz für den buchenden Gast auszeichnen. Gerade die Zahlungspflicht ist jedem Gast klar, denn letztendlich ist der Preis ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Buchung. Die Hotellerie wird nun alle Internetauftritte an die neue Rechtslage anpassen müssen, um nicht selbst Opfer der Abmahnindustrie zu werden.