Sofitel Quellenhof Aachen Suite
 

Mehrwertsteuer

Endlich fair & gerecht!

Zum 1. Januar 2010 hat die Politik einem der wichtigsten Anliegen der Branche Rechnung getragen: Zu diesem Datum hat die christlich-liberale Bundesregierung den reduzierten Umsatzsteuersatz auf Beherbergungsleistungen eingeführt. Dies hatte der Hotelverband Deutschland (IHA) seit mehr als 15 Jahren gefordert. Die Bundesregierung hat damit zum einen die seit Jahrzehnten bestehende massive Wettbewerbsverzerrung in Europa zu Lasten der deutschen Hotellerie beendet. Zum anderen hat die  Bundesregierung einen für die Branche wichtigen Impuls gegen die Wirtschaftskrise gesetzt.

Fakt ist:


Reduzierte Mehrwertsteuer für die Hotellerie in Europa die Regel
Stand März 2013 Stand März 2013
Die Mehrwertsteuersenkung hat einen deutschen Sonderweg in Europa beendet. Der deutsche Tourismus hat nun endlich faire Wettbewerbsbedingungen. In 24 von 28 EU-Staaten gelten meist seit Jahrzehnten reduzierte Mehrwertsteuersätze für Beherbergungen.

Seit den 90er Jahren hat der DEHOGA  und der Hotelverband die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes gefordert, wie er schon damals nahezu überall in Europa galt.  Heute wenden alle Anrainerstaaten Deutschlands einen Niedrigsteuersatz für ihre Hotels an (Ausnahme: Dänemark wegen eines grundlegend anderen Steuersystems).


Hotels investieren in Deutschland

Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes im Januar 2010 hat bei den Beherbergungsbetrieben in Deutschland einen wahren Investitionsschub ausgelöst.

Eine Umfrage durch die Fachhochschule Westküste, an der 5.194 mittelständische Betriebe teilgenommen haben, kam im März 2012 zu folgenden Ergebnissen:

  • Aufgrund der Mehrwertsteuersenkung wurden in diesen Betrieben 2010 und 2011 fast eine Milliarde Euro (939,6 Mio. Euro) ausgegeben für Anschaffungen, Renovierungen, Energieeffizienz, An- und Umbauten. Von diesen Investitionen profitieren regionale Handwerker und Zulieferer.
     

  • Für das Jahr 2012 waren weitere Investitionen in Höhe von 827,5 Million Euro geplant.
     

  • Von der Mehrwertsteuersenkung profitieren also das regionale Handwerk und die Zulieferindustrie, Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen.

 

Das Beherbergungsgewerbe – ein Job-Motor in Deutschland!

  • Von März 2010 bis März 2013 entstanden nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 24.830 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Beherbergungsgewerbe – ein Plus von 10,2 Prozent.

    Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft betrug der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im gleichen Zeitraum 6,1 Prozent.

     

Angebotsstruktur bundesweit - Zahlen für das Bundesgebiet:

  • Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland ist – im Gegensatz zum Ausland – auch heute noch weitgehend mittelständisch und kleinbetrieblich strukturiert. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz stellt deshalb auch einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung von Familienbetrieben dar.
     

  • Von den insgesamt  37.000 Hotels, Gasthöfen und Pensionen erlösen 11.000 weniger als 100.000 Euro Umsatz im Jahr.
     

  • 76 Prozent der Hotels bleiben unter 500.000 Euro.
     

  • Nur knapp 1.300 Betriebe gehören zu den 50 größten Hotelketten (3,4 Prozent aller Hotelbetriebe in Deutschland).


Standpunkt Hotelverband Deutschland (IHA)

Die oben genannten Zahlen und Fakten sprechen eine klare Sprache: Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für das Beherbergungsgewerbe ist ein Job- und Investitionsmotor für Deutschland.

Hiervon profitieren die Gäste, aber auch der Tourismusstandort Deutschland nachhaltig!

Die Betriebe haben im Vertrauen auf die Mehrwertsteuersenkung in großem Umfang in die eigene Wettbewerbsfähigkeit investiert und hierzu Kredite in Anspruch genommen. Sie benötigen nun Planungssicherheit und Vertrauen in eine verlässliche Politik, jedoch keine Diskussion, die den reduzierten Steuersatz für das Beherbergungsgewerbe in Frage stellt.