Direkt Buchen_Fahnen
 

aktuellste Meldungen


26.07.2016 

Buchungsportale auch in Deutschland weiter auf dem Vormarsch

In Deutschland wurde das Telefon im Jahr 2015 von den Online-Buchungsportalen (OTA) als stärkster Buchungskanal abgelöst. Lag der Anteil der Übernachtungen, die per Telefon gebucht wurden, im Jahr 2013 noch bei über 26 %, fiel dieser Anteil im Jahr 2015 auf 22,6 % ab. Die Online-Buchungsportale konnten im selben Zeitraum ihren Anteil im Distributionsmix hingen von 20,9 % auf 24,1 % steigern. Sie sind somit der bedeutendste Buchungskanal für die Hotellerie auch in Deutschland geworden. Der OTA-Anteil liegt in Deutschland damit über dem europäischen Durchschnitt von 22,3 %. Zu diesen Ergebnissen kommt die von HOTREC, dem europäischen Dachverband der Hotels, Restaurants und Cafés, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis zu Beginn des Jahres 2016 durchgeführte Befragung von über 2.000 Hoteliers in Europa. ...
 


18.07.2016 

Macht der Online-Buchungsportale nimmt weiter zu – kein Anzeichen stärkeren Wettbewerbs der Portale untereinander

Die Abhängigkeit der europäischen Hotellerie von einigen dominanten Online-Buchungsplattformen (Online Travel Agencies, OTA) nimmt weiter zu. Drei Buchungsportale dominieren den europäischen OTA-Markt mit einem gemeinsamen Marktanteil von 92 Prozent. Der dominante Player ist die Priceline Group (Booking.com) mit einem Marktanteil von über 60 Prozent. Im Laufe der letzten Monate konnten die an der Befragung teilnehmenden Hoteliers keine Anzeichen für eine Belebung des Wettbewerbs zwischen den Online-Buchungsplattformen, die sich z.B. in einer Senkung der Kommissionen zeigen könnte, feststellen. Die überwiegende Mehrheit der Hotels (91,5 Prozent) berichtet, keinerlei Kommissionsnachlass seitens der OTA erhalten zu haben...
 


20.06.2016 

Verbände drängen auf Modernisierung der Ausbildung und länderübergreifende Anerkennung von Abschlüssen

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (IHA) sind die Gastgeber des diesjährigen Treffens der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände in Leipzig. Seit mehr als zwei Jahrzehnten treffen sich die Spitzenvertreter der Verbände aus Liechtenstein (LHGV), Luxemburg (HORESCA), Österreich (WKÖ und ÖHV), der Schweiz (HotellerieSuisse und GastroSuisse), Südtirol (HGV) und Deutschland (DEHOGA und IHA), zum Erfahrungsaustausch über ihre Verbandsaktivitäten und zum Benchmarking. ...


13.06.2016 

Beirat des DEHOGA-Fachbereiches Hotellerie tagte in Heidelberg / Stefan Wild übernimmt Vorsitz

Der Ingolstädter Hotelier Stefan Wild wurde zum Vorsitzenden des Beirates des Fachbereiches Hotellerie im DEHOGA Bundesverband gewählt. Die Mitglieder des Beirates wählten den Vorsitzenden der Fachgruppe Hotels im DEHOGA Bayern einstimmig erneut in dieses Amt auf Bundesebene. Nach zwei Jahren wird im Frühjahr 2018 der IHA-Vorsitzende Otto Lindner tournusmäßig den Vorsitz dieses Koordinierungsgremiums von DEHOGA Bundesverband und Hotelverband Deutschland (IHA) übernehmen. ...


10.06.2016 

IHA-Hotelkongress macht fit für die Zukunft

Ob Fachkräftesicherung, Flüchtlingsintegration, Digitalisierung – jede Menge Denkanstöße und Diskussionsstoff zu ausgemachten Zukunftsthemen der Hotellerie bot der Jahreskongress des Hotelverbandes Deutschland (IHA) am 8. und 9. Juni 2016 in Heidelberg. Hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentierten im Rahmen des Forums der Hotellerie Marktpotenziale und Erfolgsstrategien, nicht ohne der Branche dringenden Handlungsbedarf aufzuzeigen. ...



13. November 2015


Hotelverbände fordern von Regierungen und EU-Institutionen gleiche Wettbewerbsbedingungen und Verbraucherschutz in der so genannten „Sharing” Economy


Pressemitteilung des Hotelverbandes Deutschland (IHA)


Paris, 13. November 2015. Nationale Hotelverbände aus sechs bedeutenden europäischen Tourismusmärkten rufen anlässlich der derzeit in Paris stattfindenden “Airbnb Open” Regierungen und EU-Institutionen auf, sich der Auswirkungen der unkontrollierten Industrialisierung der Kurzzeit-Vermietung anzunehmen. Die Branchenverbände fordern gleiche Wettbewerbsbedingungen und präsentieren gemeinsame Vorschläge.

Die Sprecher der Hotelverbände am 13. November 2015 von links nach rechts:
Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer Hotelverband Deutschland (IHA),
Mitglied des Exekutivkomitees von HOTREC Hospitality Europe; Laurent Duc, Präsident Hotellerie UMIH; Jacques Barré, Präsident GNC; Alessandro Nucara, Generaldirektor Federalberghi; Didac Garcia Carreté, Director Confederación Española de Hoteles y Alojamientos Turísticos (CEHAT) Die Sprecher der Hotelverbände am 13. November 2015 von links nach rechts: Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer Hotelverband Deutschland (IHA), Mitglied des Exekutivkomitees von HOTREC Hospitality Europe; Laurent Duc, Präsident Hotellerie UMIH; Jacques Barré, Präsident GNC; Alessandro Nucara, Generaldirektor Federalberghi; Didac Garcia Carreté, Director Confederación Española de Hoteles y Alojamientos Turísticos (CEHAT)

Die Sprecher der Hotelverbände am 13. November 2015 sind:

  1. Für Frankreich: Jacques Barré (Präsident GNC), Laurent Duc (Präsident Hotellerie UMIH) und
    Jean-Marc Banquet d’Orx (Schatzmeister UMIH)
  2. Für Deutschland: Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer Hotelverband Deutschland (IHA),
    Mitglied des Exekutivkomitees von HOTREC Hospitality Europe
  3. Für Italien: Alessandro Nucara, Generaldirektor Federalberghi
  4. Für die Niederlande: Hans Van der Kooij, Bereichsmanager Horeca Nederland
  5. Für Spanien: Didac Garcia Carreté, Director Confederación Española de Hoteles y Alojamientos Turísticos (CEHAT)
  6. Für Großbritannien: Jane Seymour, Legal Adviser, British Hospitality Association (BHA)


    Die schleichende Industrialisierung von Kurzzeit-Vermietungen ist mittlerweile eine bekannte Tatsache in mehreren europäischen Städten und wird belegt:
  1. Durch die starke Zunahme von Airbnb-Angebote in jeder Hauptstadt:
  • In Paris sind fast 35.000 Angebote auf der Airbnb Website verfügbar, 20% davon werden von „Multi-Ownern“, die mehr als ein Zimmer oder eine Wohnung vermieten, angeboten. 35% der Angebote können an über 120 Tagen des Jahres gemietet werden und generieren 74% der Umsätze.
  • In Berlin wuchs das Angebot von Airbnb von 11.701 Angeboten im Februar 2014 auf 13.802 Angebote im Juli 2014 und erreichte im Oktober 2015 einen Wert von 15.373 Angeboten.
  • In Rom bot Airbnb im Oktober 2015 auf seiner Website 18.456 Unterkünfte an. Im Jahr 2009 waren es lediglich 45.
  • In Amsterdam stieg die Zahl der Airbnb-Angebote von 2.400 im Jahr 2012 auf 11.500 in 2015 und steht mittlerweile für 830.000 Übernachtungen.
  • In Barcelona hat Airbnb 2015 insgesamt 14.539 Angebote. Wenn man bedenkt, dass die Grundfläche von Barcelona 101,9 Quadratkilometer beträgt, entspricht diese 142 Airbnb-Listungen pro Quadratkilometer.
     
  1. Durch das enorme Angebot von Mehrfachvermietern:
  • In Paris: Fabien (142 Angebote), Anne-Sophie (21 Angebote) und Patrice, nur 1 Angebot, aber ein Umsatz von 30.095 Euro im August 2015.
  • In Berlin: Frank & Florian (40 Angebote), Ben (37 Angebote), Ava (32 Angebote), LC Team (30 Angebote).
  • In Rom: Boris (83 Angebote), Bettina (80 Angebote), Emiliano and Maria (75 Angebote), Matteo (60 Angebote), Federica (42 Angebote).
  • In Amsterdam: Douwe & Niki (107 Angebote), Michiel (87 Angebote), Jorrit & Dirk (81 Angebote), Myra (47 Angebote), Jolanda (44 Angebote).
  • In Barcelona: Oscar & Diego (73 Angebote), Lina & Luka (51 Angebote), Barcino (45 Angebote), Oxis (45 Angebote), Itziar (42 Angebote).


Alle diese Anbieter wurden eingeladen, heute mit uns zu diskutieren, um zu erklären, warum sie keine Hoteliers sind. Als Konsequenz aus der mangelnden Transparenz, werden weder den Behörden und Regierungen noch den Verbrauchern die wahren Identitäten hinter den Hosts-Profilen angegeben. Aber wer steht hinter diesen freundlichen Profilen und weiß der Verbraucher, dass das Versprechen einer authentischen Erfahrung oft gefälscht ist?

Die schleichende Industrialisierung der Kurzzeit-Vermietung birgt nicht nur klare Risiken für die Verbraucher, sondern befördert auch einen unlauteren Wettbewerb zum Nachteil der professionellen Gastgeber und wird negative Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation im Gastgewerbe haben.

Das aktuelle Ungleichgewicht könnte auch auf europäischer Ebene thematisiert werden, z.B. etwa durch eine bessere Anpassung der Steuerregulierungen.

Es ist an der Zeit, dass diese Plattformen Verantwortung übernehmen und sich als Unternehmer über die Folgen und Risiken ihres Geschäftes bewusst sind und in einem klaren und fairen Rechtsrahmen agieren.

Als Reaktion auf die aktuelle Situation rufen die wichtigsten europäischen Fachorganisationen im Gastgewerbe ihre jeweiligen Regierungen und die EU-Institutionen dazu auf, einen klaren und fairen Wettbewerbsrahmen gegenüber dem Hotelsektor zu schaffen.

Der 10-Punkte-Plan von HOTREC für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung in der sogenannten „Sharing“ Economy bildet die Grundlage der heutigen Debatte und für weitere Diskussionen mit den nationalen und europäischen Behörden, um ein einheitliches Wettbewerbsumfeld herzustellen und den Verbraucherschutz zu stärken:

  1. Integration privater Kurzzeit-Vermietungen in die bestehende Gesetzgebung
  2. Registrierungs- und Genehmigungsprozesses für Vermieter
  3. Aufnahme privater Kurzzeit-Vermietungen in die Beherbergungsstatistik
  4. Maßnahmen zur  Kontrolle von Sicherheit und Gefahrenabwehr
  5. Einhaltung aller steuerlichen Verpflichtungen
  6. Verifizierung der Gästedaten nach den Schengen-Anforderungen
  7. Sicherstellung von Arbeitnehmerrechten
  8. Wahrung der Lebensqualität in den Stadtteilen
  9. Klare Trennung zwischen Wohn- und Gewerbeimmobilien
  10. Kontrolle der Ausbreitung privater Kurzzeit-Vermietungen


Kennziffern des Tourismus in Europa:

  • 563 Millionen Besucher (mehr als die Hälfte aller Touristen weltweit)
  • 460 Milliarden € Umsatz
  • 5% des Bruttosozialproduktes
  • 1,8 Million gastgewerbliche Unternehmen
  • 10 Millionen Beschäftigte
  • 20% der Beschäftigten jünger als 25 Jahre

 

__________________________________________________________________________

Über den Hotelverband Deutschland (IHA)

Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist der Branchenverband der Hotellerie in Deutschland. Er zählt rund 1.400 Häuser aus allen Kategorien der Individual-, Ketten- und Kooperationshotellerie zu seinen Mitgliedern. Die IHA vertritt die Interessen der Hotellerie in Deutschland und Europa gegenüber Politik und Öffentlichkeit und bietet zahlreiche hotelleriespezifische Dienstleistungen an. Das Kürzel „IHA“ steht für die ehemalige Deutsche Sektion der International Hotel Association.




PM_2015-11-13_Sharing_Economy_Hotelverbaende_in_Europa_fordern_gleiche_Wettbewerbsbedingungen
HOTREC policy paper on the sharing economy Final