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aktuellste Meldungen


12.04.2017 

Marktdominanz der Online-Buchungsportale nimmt im Hotelvertrieb weiter zu

Jede vierte Hotelübernachtung in Deutschland (25,2 Prozent) wurde im Jahr 2016 über Online-Buchungsportale (OTA) generiert. Drei Portale dominieren dabei den heimischen OTA-Markt mit einem gemeinsamen Marktanteil* von über 95 Prozent. Eindeutiger Marktführer ist die Priceline Group (Booking.com), die ihren Marktanteil* von 47,2 Prozent im Vorjahr auf 54,7 Prozent im Jahr 2016 gegenüber der HRS Group (30,4 Prozent) und Expedia (10,8 Prozent) noch weiter ausbauen konnte. Zu diesen Ergebnissen kommt eine vom Hotelverband Deutschland (IHA) beauftragte Studie des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis, an der sich über 1.400 Hotels in Deutschland beteiligt haben. ...


10.04.2017 

EU-Kommission geht gegen irreführende Buchungsportale vor

Die Verbraucherschutzbehörden führten im Oktober 2016 eine europaweite Untersuchung von 352 Preisvergleichs- und Reisebuchungsportalen durch, darunter befanden sich auch 83 Hotelbuchungsportale. Wie die Europäische Kommission nun mitteilte, waren auf zwei Drittel (235) der überprüften Portale die Preisangaben nicht zuverlässig. Beispielsweise wurden in einer fortgeschrittenen Phase des Buchungsvorgangs ohne klare Hinweise für den Verbraucher zusätzliche Preiselemente hinzugefügt oder Sonderangebote waren gar nicht erhältlich. „Wir sind der Kommission für die entschlossene Untersuchung der von uns monierten Wettbewerbsverstöße dankbar und setzen darauf, dass diese jetzt zeitnah abgestellt und geahndet werden“, begrüßte Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), die Brüsseler Initiative. ...


05.04.2017 

Wachstumsmarkt Hotellerie: Hotelverband legt Branchenreport 2017 vor

Detaillierte Einblicke in die konjunkturelle Entwicklung der Hotellerie, aktuelle Kennziffern und Analysen bietet der neue Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2017“, den der Hotelverband Deutschland (IHA) am 5. April 2017 in Berlin vorstellte. Der IHA-Branchenreport zieht Bilanz des abgelaufenen Jahres und liefert zugleich eine verlässliche Prognose für das Jahr 2017. Die umfassende Studie erklärt auf mehr als 400 Seiten mit zahlreichen Grafiken, Tabellen und Übersichten die Prozesse, Entwicklungen und Strukturen auf dem deutschen Hotelmarkt und ist damit der zeitnahe und profunde Indikator des Branchengeschehens. ...


05.04.2017 

Hotelmarkt Deutschland 2017: Hotellerie weiter auf Wachstumspfad

Nach einem erfolgreichen Jahr 2016 blickt die Hotellerie in Deutschland mit Zuversicht auch auf das laufende Jahr. Mit 279,6 Millionen Übernachtungen in den Hotels, Gasthöfen und Pensionen meldet die Branche für 2016 einen neuen Bestwert und ein Plus von 2,8 Prozent. Der Nettoumsatz stieg real um 2,4 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro. „Damit verzeichnen wir das siebte Rekordjahr in Folge. Die Hotellerie profitiert von der robusten Konjunktur und Konsumfreude im Land sowie vom anhaltenden Boom des Deutschlandtourismus“, erklärte Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), am Mittwoch in Berlin. ...


28.03.2017 

Deutschlandweite arbeitsrechtliche Wunsch-Seminare

In Zusammenarbeit mit der YOURCAREERGROUP GmbH und dem Anwaltsbüro Claus bietet der Hotelverband Deutschland (IHA) im Mai 2017 in fünf Großstädten arbeitsrechtliche Wunsch-Seminare an...
 



23. Dezember 2015


IHA-Beschwerde erfolgreich: Bundeskartellamt untersagt Booking.com jedwede Paritätsklauseln


Pressemitteilung des Hotelverbandes Deutschland (IHA)


© Bundeskartellamt © Bundeskartellamt Das Bundeskartellamt hat Booking.com in seinem heutigen Beschluss auch die erst im Juli diesen Jahres eingeführten engeren Paritätsklauseln in den AGB und sonstigen Vereinbarungen untersagt. Der deutsche und europäische Marktführer unter den Online-Buchungsportalen darf damit sowohl weite, als auch enge Paritätsklauseln gegenüber seinen Hotelpartnern in Deutschland nicht mehr anwenden. Andernfalls würde Booking.com eine Ordnungswidrigkeit begehen, die mit Bußgeld in bis zu dreistelliger Millionenhöhe geahndet werden könnte. Booking.com wurde aufgegeben, die beanstandeten Klauseln aus seinen AGB und Preferred Partner-Vereinbarungen zu entfernen.

„Wir begrüßen das konsequente und umfassende Einschreiten des Bundeskartellamtes außerordentlich und sehen uns durch den Beschluss des Bundekartellamtes in unserer Rechtsauffassung vollumfänglich bestärkt. Auch die modifizierten Paritätsklauseln sind mit geltendem Kartellrecht nicht vereinbar und benachteiligen Hoteliers und Verbraucher gleichermaßen“, erklärt Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Die IHA hatte mit einer entsprechenden Anzeige gegen das Buchungsportal im Herbst 2013 das nun amtlicherseits abgeschlossene Verfahren ausgelöst.

Bereits am 30. März 2015 teilte das Bundeskartellamt Booking.com seine wettbewerblichen Bedenken gegen die fortgesetzte Anwendung der damals noch weiter gefassten Bestpreisklauseln in Verträgen mit Hotels in Deutschland mit. Diese Maßnahme war erforderlich, weil das Hotelbuchungsportal trotz der Bestätigung der Abstellungsverfügung des Bundeskartellamtes durch das Oberlandesgericht Düsseldorf im Parallelverfahren gegen HRS weiterhin an umfassenden Paritätsklauseln festhielt.

Auf Druck zahlreicher Wettbewerbsbehörden in Europa bot Booking.com schließlich an, die Bestpreisklauseln in seinen AGB formal etwas zu lockern. Die vorgeschlagenen Selbstverpflichtungen der Priceline-Tochter sahen vor, die Paritätsklausel nicht mehr in Bezug auf andere Vertriebsportale einzufordern. Auch Verfügbarkeits- und Konditionenparitätsforderungen wollte Booking.com vorgeblich aufgeben. Die Online-Vertriebskanäle der Hotels sollten nach Auffassung des Buchungsportals allerdings weiterhin den Paritätsklauseln unterliegen, so dass der Hotelier auf seiner eigenen Website keine besseren Konditionen bieten dürfe als bei Booking.com. Das Hotel hätte dort sogar nicht einmal über günstigere Preise auf direkten Buchungskanälen informieren können.

Die deutsche sowie die europäische Hotellerie weigerte sich seit Bekanntwerden der Deals zu ihren Lasten, solche Einschränkungen ihrer unternehmerischen Freiheit bei der Gestaltung von Preisen und Konditionen zu akzeptieren und sich ausgerechnet vom marktführenden Online-Buchungsportal bei der Wahl der Kommunikationskanäle auf Medien des 20. Jahrhunderts wie Telefon, Telefax oder Brief beschränken zu lassen.

„Wir sind erleichtert, dass das deutsche Bundeskartellamt mit der heutigen Entscheidung anders als die Wettbewerbsbehörden in Frankreich, Italien oder Schweden, die von Booking.com angebotenen Deals zurecht als gänzlich unzureichend zurückgewiesen hat. Mit dem Beschluss sollte nun das Ende des Paritätenregimes in Deutschland für alle Portale eingeläutet sein. Das ist für die Hotellerie ein wichtiger Schritt zur Wiedererlangung der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit und wird für faireren Wettbewerb in der immer wichtiger werdenden Online-Distribution sorgen“, kommentiert Luthe.

Verbrauchern empfiehlt der Hotelverband zukünftig noch mehr als heute schon, in den Suchergebnislisten der Buchungsportale auch weiter nach unten zu scrollen, um wirklich die besten Angebote zu finden und prinzipiell auch immer direkt auf der Hotelhomepage nachzuschauen.

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Über den Hotelverband Deutschland (IHA):

Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist der Branchenverband der Hotellerie in Deutschland. Er zählt rund 1.400 Häuser aus allen Kategorien der Individual-, Ketten- und Kooperations-hotellerie zu seinen Mitgliedern. Die IHA vertritt die Interessen der Hotellerie in Deutschland und Europa gegenüber Politik und Öffentlichkeit und bietet zahlreiche hotelleriespezifische Dienstleistungen an.



Pressemitteilung des Bundeskartellamtes 2015-12-23: Auch „enge“ Bestpreisklauseln von Booking sind kartellrechtswidrig


PM 2015-12-23_IHA-Beschwerde erfolgreich: Bundeskartellamt untersagt Booking.com jedwede Paritätsklauseln