Arcona Mo Hotel Stuttgart barrierefrei
 

Barrierefreiheit


Seit dem 1. Mai 2002 gilt das Bundesgleichstellungsgesetz (BGG), das erstmals einen weiten Begriff der Barrierefreiheit gesetzlich normiert, der zum Beispiel auch Barrieren für seh- und hörbehinderte sowie für geistig oder seelisch behinderte Menschen umfasst. Für das Gastgewerbe hat das BGG im (damaligen Bundes-) Gaststättengesetz die Bindung der Konzession an Barrierefreiheit festgeschrieben. Weiter sieht das BGG den Abschluss freiwilliger Zielvereinbarungen zwischen anerkannten Behindertenverbänden und Unternehmensverbänden vor.

Die erste bundesweite Zielvereinbarung zur Barrierefreiheit überhaupt nach § 5 BGG haben der DEHOGA Bundesverband und der Hotelverband Deutschland (IHA) mit dem Sozialverband VdK Deutschland, der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte, dem Deutschen Gehörlosen-Bund, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband und der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben abgeschlossen. Diese Zielvereinbarung über die standardisierte Erfassung, Bewertung und Darstellung barrierefreier Angebote in Hotellerie und Gastronomie wurde am 12. März 2005 unterzeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im September 2010 haben Unternehmer und Behindertenverbände diese Zielvereinbarung weiterentwickelt und um eine neue Informationskategorie A-i ergänzt. Die Kategorie "A-i" gilt für Hotels und Restaurants, die auf bestimmte Bedürfnisse von gehbehinderten Gästen eingestell sind, ohne die strengen Kriterien der Zielvereinbarung komplett zu erfüllen. Basisanforderung ist lediglich, dass alle für die Nutzung durch Gäste erforderlichen Zugänge zum und im Gebäude über max. eine Stufe zu erreichen sind. Notwendige Durchgänge und Engstellen müssen eine Mindestbreite von 70 cm haben. Alle Abweichungen von den übrigen Standards der Zielvereinbarung sind gut zugänglich zu dokumentieren. Verantwortlich dafür ist der Verwender des Piktogramms.

Die Zielvereinbarungen zur Darstellung barrierefreier Angebot weist fünf verschiedenen Kategorien (A - E) aus, die verschiedene Behinderungsarten berücksichtigen. Die Mindeststandards der Kategorien A-E können Sie hier im Detail herunterladen.

Nachfolgend finden Sie die Checklisten, mit deren Hilfe Sie die Einhaltung der Standards im eigenen Betrieb überprüfen können:

  • Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für gehbehinderte Gäste und Rollstuhlnutzer (Kategorien A und B)
  • Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für blinde und sehbehinderte Gäste (Kategorie C)
  • Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für gehörlose und schwerhörige Gäste (Kategorie D

Die beteiligten Behinderten- und Wirtschaftsverbände haben damit im Sinne eines Benchmarks für den Tourismusstandort Deutschland Grundlagenarbeit vorgelegt, die behinderten Menschen das Reisen erleichtert, Hoteliers und Gastromomen die verlässliche Kommunikation ihres barrierefreien Angebots ermöglicht und somit letztlich zur Ausweitung eben dieses Angebots führen sollen.

  Wenn Sie diese Piktogramme für Ihre Kommunikation nutzen, verpflichten Sie sich damit zur Einhaltung der zugrundeliegenden Standards.

Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für Gäste mit einer Gehbehinderung, die zeitweise auch auf einen nichtmotorisierten Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen sein können (Kategorie A).

Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für Rollstuhlnutzer, die gehunfähig und ständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind     (Kategorie B).

Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für sehbehinderte und blinde Gäste (Kategorie C).

Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für gehörlose und schwerhörige Gäste (Kategorie D).
Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für alle Gäste mit körperlichen oder sensorischen Einschränkungen (Kategorie E).